Projektentwickler unter Beobachtung. Über ein neues Seehotel mit grünem Gedanken

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 13. Mai 2021 (03:45)

Bauprojekte in Seenähe werden nicht nur von der Öffentlichkeit, sondern auch von Behörden mit Argusaugen unter die Lupe genommen. Und das ist auch gut so! Für Projektentwickler rund um den See ist diese Situation sicherlich keine einfache, denn sie verlängert die Genehmigungsphasen. Andererseits zwingt die genaue Überprüfung Bauherren und Architekten, von Anfang an mit Sensibilität an ein Bauprojekt heranzugehen. Die Diskussionen rund um das Mega-Projekt im ungarischen Seebad von Fertörakos tragen ihr Weiteres dazu bei.

In Weiden am See hat man sich entschlossen, auf einem seit den 1960er Jahren für Tourismus gewidmeten Grundstück in unmittelbarer Strandnähe ein neues Hotel zu bauen. In unvergleichlicher Größe zum Altbestand, der rund ein Drittel so groß war, wird ein neues Hotel entstehen. Die Projektentwickler rund um die SEE.HAUS Weiden GmbH streichen ihren ökologischen Schwerpunkt im 15,7 Millionen Euro-Projekt besonders heraus. So setzt man ausschließlich auf alternative Energiesysteme. Mit der Inbetriebnahme des Hotels 2023 soll der grüne Gedanke im Sinne des Müllvermeidens weitergeführt werden. Ein Lippenbekenntnis, das schön klingt, hoffentlich aber keines bleibt, wenn die Wirtschaftlichkeit darunter leidet.