Raus aus dem Parkdschungel. Über kompliziertes Parken in der Stadt.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 18. Dezember 2019 (05:08)

Das Thema Parken ist in Neusiedl am See ein Dauerbrenner. Nicht unbedingt weil es zuwenig Parkplätze gibt: Die Stadtgemeinde ist bemüht, genügend öffentliche gebührenfreie Parkplätze zu schaffen und diese auch zu erweitern. Die Kurzparkzone auf der Hauptstraße gibt allerdings immer wieder Anlass zur Diskussion. Etwa zwischen „Park-Sheriffs“ und Autofahrern, die sich ungerecht behandelt fühlen. Und derer gibt es nicht wenige.

Das Parksystem in Neusiedl ist recht kompliziert und schnell fühlen sich Autofahrer daher unfair behandelt, wenn ein Strafzettel an der Windschutzscheibe steckt. Wussten Sie etwa, dass es nicht erlaubt ist, länger als 30 Minuten am gleichen Abstellplatz zu parken, wenn man ein Gratisticket gelöst hat? Auch nicht, wenn man danach ein neues Parkticket löst und bezahlt. Das Gratisticket wurde ursprünglich nur für Kurzparker eingeführt.

Geschäftsleute auf der Hauptstraße kritisierten das System von Beginn an. In Zeiten der immer größeren Konkurrenz durch Webshops, solle man das Einkaufen in der Stadt so „barrierefrei“ wie möglich machen, hieß es. Dazu gehöre auch eine kundenfreundliche Parkraumbewirtschaftung. Die Stadtgemeinde hat sich die Kritik zu Herzen genommen. Ab 1. Jänner gilt: In jedem bezahlten Ticket sind 30 Gratisminuten inkludiert, bis zu einer Parkdauer von 150 Minuten. Ein guter Anfang!