Rettungseinsätze im Zeichen eines Virus. Über das Neusiedler Rote Kreuz in der Krise.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 26. November 2020 (03:45)

Corona hat uns weiterhin fest im Griff. Jeder ist in irgendeiner Art und Weise von der Krise betroffen, sei es finanziell oder durch Ausgangsbeschränkungen, Home Office oder Home Schooling. Besonders stark an ihre persönlichen Grenzen werden jene gebracht, die direkt mit dem Virus zu tun haben, wie etwa medizinisches Personal, Pfleger und Pflegerinnen oder Menschen im Rettungsdienst. Letztere erzählen von einem stark veränderten Alltag in der Rot Kreuz-Bezirksstelle in Neusiedl am See.

Corona-Tests müssen am laufenden Band durchgeführt werden. Das führte gar zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen vor der Dienststelle und ständig verstellten Parkplätzen, sodass nun eine neue Teststraße hinter der Bäckerei Naglreiter aufgebaut werden musste. Auch die Rettungsfahrten haben sich verändert. Rund ein Drittel der Patienten wird als Corona-Verdachtsfall behandelt: Das bedeutet für die Retter: Schutzausrüstung anziehen. Das dauert einige Minuten und verlängert Einsätze und auch das ständige Tragen der FFP2-Masken strengt an und hinterlässt in manchen Fällen Hautreizungen. Nun bleibt zu hoffen, dass sich die Situation mit einem raschen Sinken der Corona-Zahlen auch beim Roten Kreuz in Neusiedl entspannt.