Rotes Dauerblinken nervt in der Region. Über Windräder und ihre Beleuchtung.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 22. Juli 2021 (02:05)

Im Burgenland drehen sich 437 Windräder (Stand Ende 2020) und erzeugen grüne Energie. Ein Großteil davon steht im Neusiedler Bezirk. Das Ausmaß ist am besten vom Neusiedler See aus zu erkennen, besonders abends. Wer schon einmal eine nächtliche Ausfahrt auf den See unternommen hat, weiß: Ein Blinkkonzert gibt‘s gratis dazu, rund um den See ein rotes Dauerleuchten. So positiv die Erzeugung erneuerbarer Energien auch gesehen wird, so nervtötend sind die roten Lichter.

Klar, Sportflieger und Hubschrauber müssen vor den hohen Windkraftanlagen gewarnt werden, trotzdem müsste das Dauerblinken gar nicht sein. Es gibt Technologien, die es möglich machen, dass die Blinklichter nur eingeschaltet werden, wenn ein Flugzeug in der Nähe ist. In Deutschland müssen Windkraftbetreiber diese Systeme laut Gesetz bereits implementieren. Österreich hinkt wieder einmal nach. Hierzulande muss man auf ein dementsprechendes Gesetz noch warten. An den roten Lichtern wird der Ausbau der Windkraft wohl nicht scheitern, aber ohne sie würde die Akzeptanz der Windräder in der Bevölkerung doch steigen.