Sanierungspläne ins Stocken geraten. Über schlechte Vorzeichen für das Neusiedler Hallenbad

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 13. August 2020 (03:45)

Kurz nach der Schließung des Hallenbades standen die Zeichen für eine groß angelegte Sanierung ganz gut. Wurde jahrelang von einem auf den anderen Tag gehofft, dass das „Werkl“ schon noch einige Zeit weiterlaufen wird, so war nun klar: „Es muss schnell gehandelt werden.“

Stadtpolitiker beteuerten, man würde an einem Strang ziehen. Der Sportlandesrat betonte die Wichtigkeit des Hallenbads und schmiedete Pläne für dessen Weiterbestand. Selbst der Präsident des Bundesdenkmalamtes machte sich bei einer Begehung ein Bild vom Zustand des Gebäudes, um dem laufenden Verfahren um einen Denkmalschutz Tempo zu verleihen. Doch dann kam alles anders: Eine Pandemie und eine Bankenpleite kamen dem weiteren guten Verlauf dazwischen. Durch den Corona-Lockdown wurde erst einmal das Gerichtsverfahren um den Denkmalschutz verzögert. Dazu kommen die finanziellen Auswirkungen auf die Stadt, die dieses Jahr mit viel weniger Ertragsanteilen rechnen muss.

Zuletzt hat auch noch der Konkurs der Commerzialbank das Land erschüttert. Besagter Sportlandesrat musste wegen verbotener Geschenksannahme in dieser Causa seinen Hut nehmen, noch dazu dürfte das Land als Retter der Mattersburger Fußballakademie einspringen, der aufgrund der Bankenpleite der Verein abhanden gekommen ist. Hoffentlich wird in all diesem Wirbel auf das Hallenbad nicht vergessen.