Schloss Kittsee: Quo vadis?. Über eine ungewisse Reise eines Kulturguts.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 03. April 2019 (05:39)

2017 stand das gerade erst wieder erstarkte Sommerfestival auf Schloss Kittsee wegen Querelen mit der Gemeinde auf der Kippe. Eine Bürgermeisterwahl später war es „gerettet“ und feierte mit der Mozart-Oper „Die Hochzeit des Figaro“ im Vorjahr tolle Publikumserfolge. Die künstlerischen Leiter Rudolf und Christian Buchmann standen seit jeher hoch in der Gunst des Landeschefs und das hat sich mit dem Wechsel an der Landesspitze offenbar nicht geändert. In Gesprächen zwischen Land und der Gemeinde Kittsee, in denen es um eine mögliche Eingliederung des Festivalortes Schloss Kittsee in die Landesholding Burgenland geht, ist Festivalbetreiber Buchmann fest eingebunden. Einer Übernahme in Landeseigentum steht er sehr positiv gegenüber und auch die Gemeinde Kittsee dürfte wohl an diesem oder einem ähnlichen Deal interessiert sein: Schließlich bedarf es eines wahren finanziellen Kraftaktes, ein Schloss aus dem 17. Jahrhundert zu erhalten. Erst 2017 stürzten Teile der Decke eines Barocksaals zu Boden. Die frei gelegten Stuckaturen ließ die Gemeinde um zigtausend Euro restaurieren. Für den Kulturbetrieb wäre eine Landesbeteiligung jedenfalls eine Absicherung. Die Konkurrenz zu den Esterhazy-Spielorten würde dadurch wohl auch wachsen.