Schwankungen gehören dazu. Über den Wasserstand des Neusiedlersees.

Von Paul Haider. Erstellt am 12. Februar 2020 (04:21)

Nachdem das Sturmtief „Petra“ vorige Woche über den Bezirk hinweggefegt ist, boten sich teils erschreckende Bilder am See. Dort, wo im Sommer geschwommen wird, konnte man am 5. Feber spazierengehen. Innerhalb eines Tages ist der Wasserstand am nördlichen Seeufer um rund 75 Zentimeter gesunken.

Manch einer vermutete hier schon die Folgen einer Klimakatastrophe vor Augen geführt zu bekommen und befürchtete die baldige komplette Austrocknung des Sees und das Aus für den heimischen Segelsport. Doch Experten beruhigen: Der stürmische Nordwestwind habe lediglich zu einer Wasserverlagerung geführt, wenn auch zu einer beachtlichen. Während der Wasserpegel im Norden sank, stieg er nämlich im südlichen Teil des Sees fast im gleichen Maß an.

Optisch fällt diese Verlagerung besonders schwer ins Gewicht, weil der Wasserstand des Sees momentan rund zehn Zentimeter unter dem langjährigen Schnitt liegt. Doch Umweltexperten und Segler sind sich einig, dass Schwankungen des Wasserpegels zum See gehören, es gibt sie immer wieder.

Also darf Entwarnung gegeben werden: Manchmal muss man der Natur einfach ihren Lauf lassen. Der See wird uns noch für lange Zeit erhalten bleiben.