Neusiedl am See

Erstellt am 16. Januar 2019, 08:35

von Birgit Böhm-Ritter

Sicherheitsprojekt mit Lücken. Birgit Böhm-Ritter über ein Projekt in den Kinderschuhen.

Das Burgenland ist seit Jahren das sicherste Bundesland - jedenfalls, wenn man der Kriminalstatistik glaubt. Weniger Anzeigen im Vergleich zu anderen Bundesländern und eine relativ hohe Aufklärungsquote: So besagten es die Zahlen in den vergangenen Jahren. Sicherheit ist aber subjektiv. Und das Gefühl der Bevölkerung verlässt sich nicht auf Statistiken.

Genau diesen Emotionen geben die sogenannten „Sicherheitspartner“ Halt. Das Pilotprojekt wurde im Oktober 2016 in drei Gemeinden des Bezirks – Kittsee, Pama und Deutsch Jahrndorf – gestartet. Sechs Personen, die sich zu Sicherheitspartnern ausbilden ließen, unterstützten im Schichtdienst die Einsatzorganisationen mit Kontrollgängen, meldeten etwa auffällige Fahrzeuge, offene Fenster oder kaputte Straßenlaternen.

Mit Jahresbeginn wurde das Projekt auf den gesamten Bezirk ausgeweitet. 27 Gemeinden werden nun von den Sicherheitspartnern betreut. Mehr Personal gibt es allerdings für den Bezirk nicht. Jene sechs Personen sind ab sofort von Kittsee bis Pamhagen unterwegs. Täglich stehen drei andere Ortschaften am Einsatzplan. Ob das reicht, um in den einzelnen Gemeinden zumindest das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken, darf stark bezweifelt werden.