Spucken für die Wissenschaft. Über neue Anreize für die Corona-Modellregion

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 17. Juni 2021 (02:32)

In Neusiedl am See und Parndorf wird weiter gespuckt. Und zwar nicht in anstößiger Weise, sondern sozusagen mit wissenschaftlicher Legitimation. Denn die Ergebnisse der Spucktests, die in den eigens dafür eingerichteten Teststraßen in der „Modellregion“ gemacht werden können, werden seit zwei Monaten wissenschaftlich genauestens analysiert. Große Überraschungen brachten die Analysen vorerst keine, die Annahmen des leitenden Wissenschaftlers wurden aber bestätigt: In Begleitung von strengen Schutzmaßnahmen haben Öffnungsschritte keinen (negativen) Einfluss auf das Infektionsgeschehen. Zumindest für das heurige Frühjahr trifft das zu.

An der Studie beteiligen sich derzeit knapp 40 Prozent der Bevölkerung – darunter auch Geimpfte und Genesene – und diese gilt es nun, bei der Stange zu halten. Denn die wissenschaftlichen Analysen sollen nach einer Sommerpause im Herbst weitergeführt werden. Noch nutzen das Angebot der einfachen Spucktests viele Neusiedler und Parndorfer gerne, weil sie auch als Eintrittstests gelten. Mit dem steigenden Impffortschritt bietet diesen „Anreiz“ aber einfach der Impfpass oder der Grüne Pass. Soll die Beteiligung an der wissenschaftlichen Studie also hoch bleiben, müssen sicherlich neue Anreize für die Testpersonen her.