Test-Programm mit Hindernissen. Über logistische Probleme

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 03. Oktober 2020 (03:45)

Die Corona-Pandemie stellt weiter unser Leben auf den Kopf. Besonders betroffen von sozialen Einschränkungen sind pflegebedürftige Menschen. Um sie vor Ansteckung zu schützen, werden sie isoliert. Besuche in Altenwohn- und Pflegeheimen sind nur eingeschränkt und mit Abstand möglich. Ohne die wichtigen sozialen Kontakte fühlen sich die Pflegebedürftigen allerdings einsam. Das ist auch ein Grund, warum Familien vermehrt für ihre Angehörigen eine Pflege zu Hause mit einer 24-Stunden-Betreuung einem Platz im Pflegeheim vorziehen. Besuche können hier ungezwungener und in familiärer Atmosphäre stattfinden.

Um aber auch im familiären Umfeld das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, möchte das Land Burgenland ein Covid-19-Test-Programm für die Personenbetreuerinnen- und -betreuer der Pflegebedürftigen etablieren. Das ist eine logistische Herausforderung, weil das Betreuungspersonal größtenteils aus dem Ausland kommt und monatlich wechselt. Unklar ist außerdem, wo die Betreuerinnen und Betreuer auf ihr Testergebnis warten sollen, wohnen sie ja schließlich bei ihren Klienten. Zu denen dürfen sie aber erst, wenn sie ein negatives Testergebnis in den Händen halten. Die Tests sind zwar gratis, für das Quarantäne-Quartier werden aber wohl die Angehörigen aufkommen müssen.