Totgeglaubte leben länger

Birgit Böhm-Ritter über ein zähes Bauprojekt.

Birgit Böhm-Ritter
Birgit Böhm-Ritter Erstellt am 07. März 2018 | 12:25
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Die eisigen Temperaturen machten es doch noch möglich, den Neusiedler See mit den Schlittschuhen zu erkunden. Am Wochenende stiegen hunderte Wintersportler über das Ufer in Neusiedl am See auf die Eisfläche. Dort, wo sich Gästen und Einheimischen bereits seit einem Jahr ein tristes Bild bietet: auf der einen Seite ein heruntergekommenes geschlossenes Seerestaurant, auf der anderen Seite eine ins Stocken geratene Baustelle.

In das Projekt „Am Hafen“ kehrt allerdings Leben zurück. Der Verwaltungsgerichtshof hat die von der Gemeinde erteilten Baubescheide als rechtskräftig bestätigt. Der Fortsetzung der Bauarbeiten dürfte nun nichts mehr im Wege stehen: Die ersten von 21 Seehäusern sollen im Frühjahr 2019 fertig sein. Wie es mit dem im Anschluss daran geplanten See-Hotel weiter geht, ist allerdings offen. Schon lange scheint es „tot“ zu sein. Genauso wie das gegenüberliegende Seerestaurant. Doch Totgeglaubte leben bekanntlich länger. Vielleicht in einem gemeinsamen Projekt.