Trotz Überschuss keine Euphorie. Birgit Böhm-Ritter über „sparsame“ Investitionen.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 28. März 2018 (11:24)

In der Bezirkshauptstadt atmet man auf: Die Konsolidierungsphase ist abgeschlossen, der streng überprüfte Sparkurs damit beendet. Erstmals seit fünf Jahren erwirtschaftete Neusiedl am See 2017 wieder einen Überschuss. Unter dem Strich standen rund 755.000 Euro. In dieser Größenordnung soll es laut mittelfristigen Finanzplan bis 2022 weitergehen.

Insgesamt sollen es vier Millionen werden, die der Stadt für Investitionen zur Verfügung stehen. Ohne neue Schulden zu machen, wohlgemerkt. Vier Millionen: Eine Summe, mit der sich einiges machen lässt. So sieht es zumindest auf den ersten Blick aus. Vielleicht der Bau des heiß ersehnten vierten Kindergartens? Oder die Renovierung der Volksschule? „Baustellen“ in der Stadt gäbe es genug.

Aber immer noch gilt: Vorsichtig investieren. Auf den zweiten Blick sind vier Millionen nämlich gar nicht so viel. Ein kaputtes Feuerwehrdach, ein defekter Unimog oder eine veraltete Wasserleitung: Die laufenden „Unvorhersehbarkeiten“ fressen den Überschuss schnell auf.