Unterschätzt und unberechenbar. Über den seichten Steppensee.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 21. August 2019 (04:46)

Eine Hitzewelle jagt die andere. So kann man den diesjährigen Sommer mit wenigen Worten wohl treffend beschreiben. Die Hitze ist es wohl auch, die viele Wassersportler auf den Neusiedler See treibt, auch bei labiler und stürmischer Wettersituation. Die Folge sind zahlreiche Segler, die in Seenot geraten. Innerhalb von vier Tagen musste alleine die Neusiedler Feuerwehr Anfang August zehn Mal mit ihrem Einsatzboot ausrücken, um in Seenot geratene Segelboote zu bergen (siehe unseren Bericht dazu hier) .

Immer noch wird der See seiner geringen Tiefe wegen unterschätzt. Doch genau dieser Wasserstand ist es, der Segler bei Sturm in Gefahr bringen kann. Im Wellental sitzen die Boote nämlich auf und bleiben stecken.

Die Feuerwehr ruft indessen bereits zur Achtsamkeit auf, schließlich könnten die Einsätze auch die Florianis selbst in Gefahr bringen. Es gilt jedenfalls für Wassersportler, das Wetter immer im Auge zu behalten, sich bei verschiedenen Wetterdiensten zu informieren und bei labilen Wettersituationen lieber früher wieder in den Hafen einzufahren. Auch die Sturmwarnung per Lichtsignal rund um den See gilt es zu beachten. Auch wenn diese in letzter Zeit öfter daneben gelegen ist. Das zeigt nur, wie unberechenbar das Wetter rund um den Neusiedler See ist.