Verkehrslawine reißt nicht ab. Über Klimaschutz, der an unseren Gewohnheiten scheitert.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 19. Juni 2019 (05:12)

Klimaschutz ist in. Die „Fridays For Future“ Bewegung hat das Thema auf das Tapet des politischen Tagesgeschäfts gebracht. Nahezu jede politische Partei, ob auf Bundes- oder Kommunalebene, bekennt sich zum Klimaschutz. Ob es sich dabei um Lippenbekenntnisse oder aktiven Veränderungswillen handelt, wird die nahe Zukunft zeigen. Klar ist jedenfalls, wir alle sind gefragt: Wir alle können mit unserem Lebenswandel etwas zum Klimaschutz beitragen, etwa in den Bereichen Energieverbrauch, Konsumverhalten, Ernährungsgewohnheiten oder Mobilität. Einfach ist es allerdings nicht, Gewohnheiten zu ändern. Wer verzichtet schon gerne auf Annehmlichkeiten, etwa eine Autofahrt zum wenige 100 Meter entfernten Supermarkt, wo es günstige Weintrauben aus Ägypten zu kaufen gibt? Der Verkehr wird dadurch nicht geringer. Leidtragende sind in letzter Konsequenz wir selbst. Die Mönchhofer spüren das seit vielen Jahren am eigenen Leib. Durch ihre zentrale Lage sind sie von ansteigendem Verkehr besonders betroffen: Egal ob Gemüsetransporte aus dem Bezirkssüden oder Pendlerverkehr nach Wien – Lkw und Pkw müssen durch den Ort. Nun wird der Ruf nach einer Umfahrung wieder einmal lauter. Eine geeignete Trassenführung kann aber wohl nur in Kooperation aller Beteiligten gefunden werden.