Von einer Krise in die andere

Über schwierige Zeiten in der Gastro-Branche.

Erstellt am 30. April 2020 | 02:05
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In der Gastronomie-Branche steht momentan das große Tischerlrücken auf der Tagesordnung, denn mit der Wiedereröffnung der Lokale ab 15. Mai heißt es auch dort „Abstand halten“. Trotz vieler Richtlinien, die im „Corona-Modus“ einzuhalten sind, atmen die Wirten nun durch. Die Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen wurden bereits heiß ersehnt. Leere Gastgärten bei schönstem Frühlingswetter zerrten an den Nerven der Gastronomen des Bezirks. Mit Lieferservice und Abholdiensten blieben diese immerhin bei ihren Stammgästen im Gedächtnis und diese nutzten die Angebote auch wirklich zahlreich aus.

Gewinne sind durch diese Services aber kaum zu machen, und wie sich das Geschäft nun unter den neuen Bedingungen entwickelt, wird sich erst weisen. Vor allem für kleinere Gasthäuser ist die Situation prekär. Große Familienfeste, wie etwa bei Hochzeiten oder Geburtstagen, sind nach wie vor nicht erlaubt. Gerade für die Wirtshäuser in den Dörfern ist das dramatisch, darüber hinaus fällt nach wie vor die Essenslieferung an die Schulen aus. Der Kittseer Wirt Josef Leban gibt zudem zu bedenken, dass sich in seinem Wirtshaus nur rentabel wirtschaften lässt, wenn die gesamte Fläche genutzt werden kann. Das sei aber derzeit nicht möglich. Vielen Wirten geht es ähnlich. Ohne zusätzliche Förderungen ist ein großes Wirtshaussterben wohl vorprogrammiert.