Welterbe im Wackelstatus

Erstellt am 12. Mai 2022 | 04:41
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über den Verlust der typischen Baustruktur

Vor mehr als 20 Jahren hat das Welterbekomitee der UNESCO die Region um den Neusiedler See als Welterbestätte ausgezeichnet. Was das bedeutet, ist hierzulande vielen immer noch nicht bewusst. Die Region wurde damit als Kulturlandschaft „von außergewöhnlichem und universellem Wert“ ausgezeichnet.

Gemeint ist damit aber nicht nur die Landschaft um den Neusiedler See, sondern auch deren Kulturgüter und die unvergleichliche pannonische Baustruktur. Letztere ist vielleicht noch viel mehr in Gefahr als der Neusiedler See, trotz seines wirklich dramatischen Wasserstands.

Bausünden ragen in vielen Gemeinden aus den Straßenzügen, die Renovierung alter Häuser ist teuer, die Ortskerne werden leer, dafür wachsen die Ortsränder. Das ist eine Entwicklung, die den Welterbe-Status ins Wanken bringen kann. Mit der Förderung der Renovierung von Streckhöfen will das Land dieser Entwicklung gegensteuern. Ein guter Anfang, aber nicht mehr.