Wo sind nur die Typen geblieben?. Martin Plattensteiner über die neue Generation an künftigen Fußballprofis.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 22. November 2017 (10:23)

Seit der Umstrukturierung vom BNZ (Bundesnachwuchszentrum) Burgenland zur Fußballakademie (AKA) Burgenland hat sich viel verbessert – Stichwort Aus- und Fortbildung sowohl im sportlichen, als auch im schulischen Bereich, profiähnliche Betreuung, Wohnmöglichkeiten, perfekte Sportanlagen und vieles mehr.

Was dafür abgenommen hat, ist die Zahl der Typen, die fertig ausgebildet die Kampfmannschaft des SV Mattersburg mit Ecken und Kanten ausmach(t)en. Didi Kühbauer, „Schutti“ Wagner, Toni Köszegi, Max Schmidt und Co. prägten den SVM nicht nur mit ihrem Können. Sie waren Identifikations-, aber auch Reizfiguren.

Einer der letzten der verhaltensoriginellen Youngsters war da der junge Philipp Hosiner. Der kehrte dem Burgenland aber vor über elf Jahren den Rücken und ließ sich in München bei 1860 ausbilden. Sind die Schlitzohr-Gauner, die den Fußballsport so reizvoll machen, ausgestorben? Oder nicht erwünscht? Sind AKA-Abgänger oft nur noch Ja-Sager, die schablonenartig versuchen, die Reißbrett-Skizzen auf den Rasen zu übertragen? Klar, in unserer modernen Gesellschaft verschwinden Typen immer mehr. Doch ein wenig „Schlawiner“ sollte auch unseren Talenten erlaubt sein.