Zirkusdompteur mit Erfolgsbonus. Über den Erfolgslauf des UFC Pama in der 2. Liga.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 23. Oktober 2019 (02:59)

Wer hätte das gedacht? Vor zwei Jahren waren die Blau-Weißen aus Pama schon einmal Herbstmeister. Logo, aufzusteigen war damals nicht erlaubt, die Ergebnisse im darauffolgenden Frühjahr wurden stets einer kosmetischen Operation unterzogen. Im Vorjahr lief dann plötzlich nichts mehr zusammen – im Frühjahr zog Trainer Christian Bauer die Reißleine und trat zurück. Nachfolger Michael Guttmann brachte den ins Schlingern geratenen Kahn wieder in ruhige Fahrwasser, der drohende Abstieg konnte ziemlich souverän abgewehrt werden.

Und in der aktuellen Situation? Schon wieder steuert man in Richtung Winterkönig. In den verbleibenden drei Runden hat es der UFC Pama selbst in der Hand, diesen Titel erneut zu feiern.

Das Kuriose daran: Seit gut drei Saisonen ist die Mannschaft fast unverändert geblieben, die Aufstellungen lesen sich oft ziemlich ident. Benötigen die launenhaften Cracks nahe der slowakischen Grenze lediglich einen Dompteur, der im richtigen Moment als Peitschenknaller und dann wieder als Pausenclown auftritt?

Etwas Wahres wird wohl schon dahinter stecken, Spielwitz kann man als Trainer gut versprühen. Doch Guttmann schafft es auch, Youngsters und Eigenbauspieler nicht nur bei Laune zu halten, sondern erfolgreich einzubauen. Das ist nun der Lohn.