Mehr schützen oder mehr nützen?

über eine Zwickmühle im Welterbegebiet.

Erstellt am 21. Oktober 2021 | 02:20

Ob bei den Illmitzer Gesprächen, dem Festakt zum Jubiläum der Biologischen Station oder bei der Auftaktveranstaltung zur Erstellung eines neuen Managementplans für die Weltkulturerberegion – überall wurde die Einzigartigkeit der Region um den Neusiedler See hervorgehoben. Gleichzeitig aber auch betont, welch hohe Verantwortung die Menschen hier tragen, um „ihr“ Welterbe zu bewahren.

Die Waage zwischen „schützen und nützen“, so das Motto des Welterbevereins, ist jedenfalls nur sehr schwer zu finden, schließlich will man von der Einzigartigkeit der Region auch wirtschaftlich profitieren. Dass Ungarn an dem Großprojekt an seinem Ufer des Neusiedler Sees festhält, ist nachvollziehbar, will man doch auch vom gleichen Kuchen naschen wie die österreichischen Kollegen. Die Waage hängt mittlerweile aber wohl mehr bei „nützen“ als bei „schützen“.