Nebelschwaden über dem Bezirk

Pia Reiter über Maßnahmen, die manchen ganz schön gestunken haben.

Pia Reiter
Pia Reiter Erstellt am 26. April 2017 | 09:15
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Da waren sich alle Winzer einig: Gegen den Frost von vergangener Woche musste etwas unternommen werden, um die jungen Triebe der Weinstöcke zu schützen (siehe auch Seite 34 und 35). So kam es zur größten flächendeckenden Räucheraktion in der Geschichte des Bezirks. Nach dem Ernteausfall im Vorjahr, ebenfalls durch Frost, waren alle in erhöhter Alarmbereitschaft.

Doch nicht nur die Weinbauern waren in der Frostnacht im Einsatz: Auch die Feuerwehren waren unermüdlich unterwegs um Nachschau nach den angezündeten Strohballen zu halten und so ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Eine Aktion, die in den sozialen Medien kontrovers diskutiert wurde: Die einen schimpften über die Nebeldecke und den Rauch-Geruch als Belästigung, viele waren davon aufgewacht und wussten erst gar nicht, „wo es brennt“. Die anderen drückten ihre Solidarität mit den Weinbauern aus und nahmen die Räucherungen gerne in Kauf, um dann später ein gutes Glaserl vom Wein-Jahrgang 2017 verkosten zu können.