Alte Tugenden wieder beleben. Über den UFC Pama im Vorjahr und heuer.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 24. April 2019 (02:32)

Als sich am Samstag nach dem Schlusspfiff der Partie Kittsee gegen den UFC Pama die beiden Trainer-Kumpels Franz „Zif“ Ziniel und Christian „Jumbo“ Bauer zum Shakehands trafen, war beiden bewusst, dass sie sich in dieser Konstellation nicht mehr treffen werden. Zweitgenannter legte nach der 1:4-Pleite sein Traineramt nieder.

Der Liga-Alltag ist brutal, in den Kampf gegen den Abstieg sind sieben Runden vor Schluss noch acht Vereine involviert. Ein Blick zurück – da sah die Welt für den UFC Pama noch anders aus. Beim zwischenzeitlichen Tabellenführer stand fast die gleiche Truppe wie heute am Platz in Leithaprodersdorf. Beim späteren Aufsteiger wusste man bis fünf Minuten vor dem Abpfiff nicht, was man beim Spielstand von 0:0 noch alles anstellen muss, um nicht anzuschreiben. Denn – der Meistertitel war den einst glorreichen Kickern untersagt. Aktuell rangelt man gegen den Abstieg, der Polster auf einen Sicherheitsplatz ist auf zwei Punkte geschmolzen.

Den Weg aus der Krise können die Kicker nur selber schaffen, indem sie sich nach Ostern an den Löffeln und aus dem Dreck ziehen. Disziplin, Laufbereitschaft und Kampfgeist – diese Tugenden haben sie über drei Saisonen ausgezeichnet. Das wird doch in den kommenden Wochen mit dem nötigen Willen wieder abrufbar sein.