Dieser Erfolg ist kaum zu toppen. Über Patrick Konrads Etappensieg und seine hohe Wertigkeit.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 23. Juli 2021 (01:38)

Mit seinem letztlich souveränen Etappensieg bei der Tour de France stieß der Wahl-Eisenstädter Patrick Konrad in einen erlauchten Radsport-Kreis vor. Von so einem Moment träumte der 29-Jährige seit Jugendtagen. Dieser Etappensieg ist höher einzuordnen als sein siebenter und achter Gesamtplatz beim Giro d‘Italia 2018, beziehungsweise 2020. Vergangenen Sonntag erreichte der Bora Hansgrohe-Profi erst das Tour de France-Ziel in Paris. Am Samstag tritt Österreichs Straßenmeister schon wieder beim Olympia-Rennen in Tokio in die Pedale.

Ob eine Medaille dort noch einmal alles übertreffen würde? In vielen Sportarten ist das so, beim Radsport nicht ganz. Junge Radsportler stecken sich Erfolge bei den großen Rundfahrten, allen voran der Tour de France, als langfristiges Ziel. So war das auch bei Konrad. Der Sieg in Saint Gaudens war der Lohn jahrelanger Arbeit. Olympia spielt in der Gedankenwelt der Straßenrad-Profis und ihrer Fans da eine vergleichsweise untergeordnete Rolle, zumindest auf der emotionalen Ebene. Aus sportlicher Sicht würde sich eine Olympiamedaille in Konrads Palmarès, also seiner persönlichen Erfolgsliste, aber natürlich fantastisch lesen. Gold, Silber und Bronze sind für Straßenradsportler zwar nicht das ultimative Karriereziel, aber ein toller Bonus . So gesehen kann Patrick Konrad auch völlig locker drauflosfahren.