Lockerheit ist jetzt Trumpf. Martin Plattensteiner über Simon Knöbl als neuen Tadten-Trainer.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 30. November 2016 (02:44)

Simon Knöbl bleibt Burgenlands Fußballsport erhalten, das ist fix. Der (Noch-) BFV-Geschäftsführer übernimmt das Traineramt beim 2. Liga Nord-Schlusslicht Tadten – mit mageren drei Punkten abgeschlagen am Tabellenende. Dass so etwas aufgeholt werden kann, bewies im Frühjahr der SV Gols.

Knöbl selbst blickt auf ein hochturbulentes Jahr zurück. Nach fünf Jahren als Boss der BFV-Zentrale wurde er nach dem abgelehnten Antrag des neu gegründeten SC Eisenstadt im Herbst zur Zielscheibe. Vor allem (Ex-)SCE-Trainer Peter Herglotz setzte ihm im Zuge eines persönlichen Rachefeldzugs zu. Ausschlaggebend war aber dann eine BFV-Vorstandssitzung, im Zuge derer Knöbl nicht mehr das uneingeschränkte Vertrauen genoss – und die Trennung beschlossen wurde.

Der Kompromiss, die Agenden als Geschäftsführer bis Ende 2016 ordnungsgemäß zu übergeben, ließ bei Knöbl einen Nachdenkprozess reifen, abzuschließen.

Das Tadten-(Himmelfahrts-)Engagement auf der einen Seite und die berufliche Neuorientierung auf der anderen Seite sind jedenfalls spannende Aufgaben, die bei der richtigen Herangehensweise nun zu einer neuen Marschrichtung führen können. Ganz nach dem Motto: Lockerheit ist Trumpf. Denn rein sportlich kann Simon Knöbl in Tadten nur gewinnen.