Löchrige Basis als Grundübel

Über das kontinuierliche Vereinssterben im Unterhaus.

Erstellt am 01. Mai 2019 | 02:18
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Neben Mörbisch wird ab Sommer wohl der nächste Verein (der 2. Klasse Nord) den Spielbetrieb einstellen – beim FC Sankt Andrä drohen die Lichter auszugehen. Einziger Rettungsanker wäre noch eine Übernahme und das Neubekleiden der Funktionärs-Ämter. Natürlich wäre es dem Klub und den (Noch-) Verantwortlichen zu wünschen, wenn es weiterginge, doch die Zeichen stehen nicht wirklich gut. Man hat zwar einen bestehenden Nachwuchs, doch in den letzten Jahren gab es meist zu wenige Eigenbauspieler, um aktuell ein Grundgerüst an Kickern zu stellen. Man müsste das Team mit kostspieligen Legionären „pimpen“ – nicht nur für Sankt Andrä finanziell ein Ding der Unmöglichkeit.

Überhaupt müssen sich einige Klubs in absehbarer Zukunft die finale Frage stellen, wie man weitermachen kann und will. Das Grundübel liegt bei vielen Vereinen an der löchrigen Basis. Eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit muss ein genereller und massiver Eckpfeiler eines Vereins sein – die wurde aber im Unterhaus mancherorts im großen Stil vernachlässigt. Stattdessen bezahlt(e) man horrende Summen an teilweise durchschnittliche Legionäre, was auf kurz oder lang einer Schlangengrube gleichkommt. Es ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, das man aber schon vor Jahren selbst gelegt hat.