Oberwart baut an (s)einer Dynastie. Über die wichtigen Personalentscheidungen bei den Oberwart Gunners.

Von David Marousek. Erstellt am 10. Juni 2021 (01:48)

Allen voran im US-Sport spricht man von einer „Dynastie“, wenn ein Team oder ein Individuum über Jahre hinweg den Sport oder die Liga prägte. Auch im Fußball gibt es ähnliche Ausdrücke, so etwa wird noch heute mit Ehrfurcht über das österreichische Nationalteam der WM 1978 als „Cordoba-Generation“ gesprochen. Etwas Ähnliches, wenn auch in deutlich kleinerem Maße, spielt sich gerade bei den Oberwart Gunners ab. Mit den Vertragsverlängerungen von Headcoach Horst Leitner (drei Jahre) und den beiden Spielern Sebastian Käferle sowie Renato Poljak (jeweils zwei Jahre), steht der Stamm an österreichischen Leistungsträgern.

Jetzt gilt es für Leitner, der nun auch als Sportdirektor fungiert, nur noch das „Fein-Tuning“ zu betreiben. Von ihm selbst und schlussendlich auch dem Verein ist für die kommende Saison eine „Top-Vier-Truppe“ erwünscht, was nach einem dritten Platz und dem Cupsieg im Vorjahr seltsam anmutet. Bei genauerem Hinsehen ergibt die Aussage jedoch Sinn: 20/21 schleppten sich stark ersatzgeschwächte Gunners zu den Erfolgen. Große Kaderumbrüche sind in den nächsten Jahren nicht angedacht. Auch wenn der fast sichere Abgang von Quincy Diggs schmerzt, Sorgen brauchen sich die Fans ob der Konkurrenzfähigkeit der Gunners aber keine machen. Dafür wird sportlich aktuell einfach zu viel richtig gemacht.