Ruhe, oder ein neues Problem?. Martin Wallentich über den Trainerwechsel beim ASV Neufeld in der 1. Klasse Nord.

Von Martin Wallentich. Erstellt am 29. März 2017 (02:13)
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Es ist wohl das brisanteste Thema der ersten Frühjahrsrunde der 1. Klasse Nord: Der ASV Neufeld trennte sich von Trainer Patrick Vukovich bereits nach der ersten Begegnung. Laut Coach sollen emotionale Aussagen in der Nachspielzeit der Partie gegen Hornstein – er habe sich über vergebene Chancen geärgert – eine Rolle gespielt haben. Vukovich versichert jedoch, weder Verein noch Spieler angegriffen zu haben. Ist eine Aussage in der Hitze des Gefechts als Trennungsgrund ausreichend?

Emotionen gehören zum Fußball dazu. Sie machen den Sport zu etwas Besonderem, zu einer Leidenschaft. Dabei kann ein emotionaler Trainer durchaus einen positiven Effekt auf den Willen seines Teams haben und eine wahre Begeisterung entfachen. Andererseits ist auch klar, dass man als Trainer in einer Vorbildfunktion steht und nicht zuletzt auch den Verein nach außen vertritt.

Nichtsdestotrotz: Bei Äußerungen im Rahmen einer Begegnung ist besondere Vorsicht geboten. Wo bei emotionalen Aktionen die Grenze liegt, das wird im Endeffekt wohl bei jedem Klub anders bewertet. Fakt ist aber, dass Neufeld mit dem Trainerwechsel ein Risiko nach dem bereits turbulenten Winter eingeht. Denn vorerst bleibt offen, ob mit der Änderung nun Ruhe einkehrt oder damit eine neue Problemzone entsteht.