Solides Trio hier, Meister-Solo da. Über die große Chance auf mehr burgenländische Ostliga-Vertreter.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 24. Dezember 2019 (01:11)

Rot-Gold ist drauf und dran in der Regionalliga Ost wieder richtig Fuß zu fassen. Das war vor kurzem nicht so, als sich mit Parndorf und Neusiedl 2017/2018 nur noch zwei Vertreter in der gemeinsamen Liga der Verbände aus Burgenland, Wien und Niederösterreich tummelten. Es war die Talsohle einer Entwicklung seit dem Ende der Saison 2014/2015: Damals konnten sich noch stolze sechs Teams aus dem östlichsten Bundesland als Regionalligisten bezeichnen, mittlerweile hat sich die Zahl mit Draßburg, Neusiedl am See und den SVM Amateuren auf drei eingependelt. Dieses Trio präsentiert sich in der aktuellen Meisterschaft solide – der sportliche Triple-Klassenerhalt scheint nur noch Formsache zu sein.

Für die neue Saison ist weitere Besserung in Sicht. Weil sich der ASV Siegendorf als aktueller Winterkönig der Burgenlandliga in Stellung gebracht hat (und der schärfste Verfolger aus Deutschkreutz den Gang in die Ostliga nicht aktiv anstrebt), stehen die Zeichen im Frühjahr auf ein Meister-Solo. Das mag vielleicht Gift für die Landesliga-Titelspannung sein, für die Stabilisierung des gehobenen burgenländischen Amateurfußballs könnte es aber Sinn machen. Dann, wenn sich Siegendorf bereits mit einer Vorlaufzeit auf die neue Aufgabe in der Ostliga vorbereiten kann, um dann in der Premieren-Saison nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.