Wenn fünf Ringe in Sichtweite sind. Über die WM-Teilnahme von Schwimmerin Lena Grabowski.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 10. Juli 2019 (02:19)

Schwimmen wird schön langsam zu einer burgenländischen Parade-Sportart. Aus dem Talente-Pool strichen in der jüngeren Vergangenheit vor allem zwei Athletinnen heraus: Elena Guttmann (17) aus Weiden und Lena Grabowski (16) aus Parndorf. Letztere war im Vorjahr erstmals bei einer Weltmeisterschaft dabei – im Reich der Mitte bei der Kurzbahn-WM in Hangzhou (China). Nun geht es für die Parndorferin wieder nach Asien, ins koreanische Gwangju zur Langbahn-WM (12.-28. Juli).

Es ist die zweite Weltmeisterschaft für das 16-jährige Talent, das erst am Beginn der (internationalen) Karriere steht. Souverän meisterte sie im März bei den ungarischen Meisterschaften in Debrecen die Qualifikation für das Großereignis. Als Dritte über 200 Meter Rücken unterbot die Athletin der Schwimmunion Neusiedl am See das WM-Limit klar und verbesserte den österreichischen Rekord um 85 Hundertstel in eine neue Bestzeit von 2:11,64 Minuten, hinter der mehrfachen Olympiasiegerin Katinka Hosszú.

Stichwort Olympia: der große Traum der Schülerin – und gar nicht mehr so weit weg. 2020 finden die nächsten Spiele in der japanischen Hauptstadt Tokio statt. Es würde also wieder nach Asien gehen. Ein gutes Omen. Viel wichtiger ist aber vor allem die aktuelle Verfassung von Lena Grabowski. Die macht die fünf Ringe tatsächlich zu einem greifbaren Ziel.