Wo die gute Musik gespielt wird. Über den starken Start des SC Neusiedl/See, der vorne anklopfen könnte.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 18. September 2019 (01:04)

Weiterentwickeln. Den nächsten Schritt gehen. Im oberen Drittel anklopfen. So in etwa lautete vor Saisonbeginn die Ansage des SC Neusiedl am See. Und nach sieben Runden sieht der Plan auch gut aus.

Der Klub aus der Seestadt liegt auf Platz fünf, hat bei fünf Siegen und zwei Niederlagen schon satte 15 Punkte. Nicht anschreiben konnte der NSC gegen den bislang makellosen Leader FC Marchfeld (1:3) und die fast makellosen Jung-Rapidler (0:1), die einmal X spielten und sonst auch alle Partien für sich entschieden.

Viel fehlt den bissigen Neusiedlern, die zuletzt – auch ohne Goalgetter Osman Bozkurt und Kapitän Patrick Kienzl – mit 2:1 in Wiener Neustadt siegten, nicht mehr auf die Top-Drei-Teams der Liga. Zu denen zählt neben Rapid II und dem FC Marchfeld auch Meister Ebreichsdorf, der als dritter Ostligist noch ohne Niederlage dasteht und am Freitag als Gast Neusiedls nächster Gegner ist.

Für den burgenländischen Traditionsklub ist das eine richtig schwere Aufgabe, aber gleichzeitig auch eine tolle Chance, um zu beweisen, dass man weiter im Konzert der großen Mannschaften mitmischen kann. Was am Ende in der Tabelle rauskommt, ist jetzt nebensächlich. Wichtiger ist der Moment. Der zeigt schon, dass sich der SC Neusiedl/See weiterentwickelt hat und den nächsten Schritt setzen konnte: dort zu landen, wo richtig gute Ostliga-Musik gespielt wird.