Zwischen den Standpunkten

Über die Trennung der Apetloner von Coach Ernst Horvath.

Martin Plattensteiner
Martin Plattensteiner Erstellt am 16. September 2021 | 01:16

Am Anfang zu den Fakten: Apetlons Trainer Ernst Horvath wollte seiner Mannschaft frei geben, die Kicker sollten die Köpfe aus dem Sand ziehen und ihre Wehwehchen auskurieren. Parallel dazu gönnt(e) sich der Coach einen Urlaub. Und hat mit Frauenkirchen schon einen Verein im Talon, der ihn verpflichten will (und in der Zwischenzeit auch hat). Klar, dass der Apetloner Vorstand da nicht mitspielte. Inakzeptabel sei das – so das logische und konsequente Argument von Obmann Josef Koppi. Noch dazu in der prekären Lage in Richtung Tabellenende.

Verständnis hin, Verständnis her – der Sportfan hat sicher seine eigene Meinung. Zudem haben der Verein und der Ex-Coach nach der Trennung fast nur Gutes übereinander zu berichten. Auch so kann eine Scheidung verlaufen. Der Lack war ab, der Graben zu groß – aber das Nachkarten wird abgeschafft. Beide Parteien verfolgen nun neue Ziele. Hier der Coach, der Frauenkirchen wieder in die Spur bringen soll. Dort der Klub mit einem neuen Trainer (Franz Viertl), der sicherlich für einen Extra-Motivationsschub sorgen wird. Sicher ist eines – Urlaub gibt es für die Apetloner keinen. Es gilt, das lecke Schiff wieder in Fahrt zu bringen. Das zählt am Ende sowohl in Apetlon, als auch in Frauenkirchen. Wo es wohl einfach zwei neue Impulse braucht.