Tauziehen ums Wasser

Über Naturschutz und Landwirtschaft

Birgit Böhm-Ritter
Birgit Böhm-Ritter Erstellt am 14. Oktober 2021 | 02:01

Naturschutz und Landwirtschaft arbeiten oft eng zusammen. Bestes Beispiel ist der Trappenschutz auf der Parndorfer Platte. Knapp 1000 Hektar werden dort als Großtrappenschutzflächen bewirtschaftet. Dass es zwischen Naturschutz und Landwirtschaft aber auch Reibungsflächen gibt, ist im Seewinkel zu sehen. Die intensive Bewässerung der Felder im Sommer wurde hier angesichts eines sinkenden Grundwasserspiegels mit Argusaugen beobachtet.

Der WWF zeigte sich nun besorgt, traditionelle Feuchtgebiete könnten austrocknen und Zugvögel ihre Raststätten verlieren. Sie fordern Landwirte auf, weniger wasserintensive Kulturen zu kultivieren. Gegenwind ist vorprogrammiert, schließlich geht es um die wirtschaftliche Grundlage der Bauern. Allerdings könnte diese auch gefährdet sein, wenn sich die Wasserknappheit durch den Klimawandel verstärkt. Angepasste Kulturen könnten letztlich gewinnbringend für beide Seiten sein.