Vom Aufrüsten und Abspecken. Martin Plattensteiner über das Transfergeschehen in der 2. Liga Nord.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 25. Januar 2017 (08:44)

Die Transferpolitik der meisten 2. Liga Nord-Vertreter könnte nicht unterschiedlicher sein. Wer mit dem Rücken zur Wand steht, sucht krampfhaft Verstärkungen – vorrangig in den Nachbarländern Slowakei und Ungarn. Die, die sich sicher sind, dass nichts mehr anbrennen kann, specken oft ordentlich ab, um Geld zu sparen.

Ein paar Beispiele. Herbstmeister Wallern möchte aufsteigen, am liebsten mit vielen Eigenbauspielern. So wurde Abwehrroutinier Roman Mihalik abgegeben. Seine Position soll intern nachbesetzt werden. Mit Michael Thüringer und Patrick Mayer kehren zwei Langzeitverletzte zurück. Siegendorf investiert schon für die Saison 2017/18 – da will man aufsteigen. Drei dicke Fische wurden an Land gezogen. Beim UFC Pama hingegen wurde Juray Tomasek abgegeben, Deutsch Jahrndorf schnappte sich den Flügelflitzer. Tadtens Neo-Trainer Simon Knöbl bekam zwei neue Legionäre. Auch Frauenkirchen schlug zweimal zu, um das Team für den Abstiegskampf fit zu machen. Da tanzen die St. Georgener etwas aus der Reihe. Zwar hat man mit Lukas Mössner einen Top-Stürmer geholt, den Rest sollen aber die einheimischen Kicker unter der Regie von Coach Rolf Meixner erledigen.

Wie auch immer, die Wahrheit liegt am Platz. Dass teils unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema gewählt wurden, macht die Sache aber schon im Vorfeld umso spannender.