Theater fällt in Parndorf aus. Der „Theater Sommer Parndorf“ wird das zweite Jahr in Folge abgesagt. In Kittsee will man das Sommerfestival durchziehen.

Von Paul Haider und Saskia Jahn. Erstellt am 22. April 2021 (05:55)
Johann Maszl, Obmann vom „Theater Sommer Parndorf“ hat die erneute Absage verkündet.
Haider, Haider

Es ist eine traurige Nachricht für die Kulturfreunde des Bezirks: Das zweite Jahr in Folge wird es heuer in Parndorf kein Sommertheater geben. Das hat Obmann Johann Maszl am Montag bekannt gegeben.

In einer Stellungnahme hat er sich an die Theaterfreunde gerichtet: „Schweren Herzens muss ich Ihnen mitteilen, dass wir vorige Woche, nach intensiven Gesprächen im Vorstand, die Verschiebung unseres Sommertheaters auf die Theatersaison 2022 beschlossen haben.“

Mit der Planung des Theater Sommers wäre es ab jetzt in die „heiße Phase“ gegangen. Obwohl man auf Öffnungsschritte im Sommer hoffen darf, hat dem Theaterverein die Planungssicherheit gefehlt: „Für eine seriöse und risikominimierte Planung haben wir zu wenige Informationen“, hält Obmann Maszl fest.

Zu wenig Planungssicherheit

Also wird es auch heuer keinen Goldoni am malerischen Kirchenplatz geben - es wären 16 Vorstellungen von „Das Kaffeehaus“ von 2. bis 26. Juli geplant gewesen. Das neue Premierendatum ist der 30. Juni 2022.

Trotzdem hat man in Parndorf noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass im weiteren Verlauf des Jahres wieder Kultur-Events im kleineren Rahmen möglich sein werden. Als Trostpflaster für den entfallenen Theatersommer stellt Johann Maszl den Parndorfer „Kulturherbst“ in Aussicht: „Wir werden versuchen, ab September, wenn möglich, einige Kulturveranstaltungen für unser Publikum zu organisieren. Ich freue mich schon auf den Kulturherbst in Parndorf und wünsche Ihnen noch viel Gesundheit!“, lässt Maszl den Fans des „Theater Sommer Parndorf“ ausrichten.

Kittsee hält an Sommerfestival fest

In der Grenzgemeinde Kittsee verfolgt man jedoch ein anderes Konzept: Wie die BVZ bereits berichtete, trotzt das Sommerfestival Kittsee auch heuer wieder der Pandemie und plant von 1. bis 17. Juli 2021 ein Operetten-Sonderprogramm: ein Streifzug durch die wichtigsten und schönsten Operetten und deren Höhepunkte.

Das Solistenensemble wird vom Orchester auf der Bühne begleitet, während das Ballett die Szenerie an den unvergesslichen Sommerabenden unter Sternen umspielen wird.

Mit entsprechend verkürzten Probezeiten und reduziertem Ensemble reagiert man auf die nach wie vor ungewisse Lage: „Die Herausforderungen für Veranstalter sind heuer letztendlich dieselben wie im vergangenen Jahr. Höhere Kosten, weniger Einnahmen, weitreichende Verantwortung für die Gesundheit aller anwesenden Personen. Wir sind allerdings besser vorbereitet“, so Intendant und Veranstalter Christian Buchmann. Er verspreche, auch in diesem Jahr wieder kompromisslos für die Sicherheit des Publikums Sorge zu tragen.