Feinstaub-Belastung sinkt, aber: Nord-Süd-Gefälle. Die Belastung durch Feinstaub ist deutlich zurückgegangen, aber im Bezirk zeigt sich ein Nord-Süd-Gefälle bei der Luftqualität.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 21. Februar 2020 (05:44)
Messungen präsentiert. Astrid Eisenkopf, Gabriele Wieger (Referat-Luftgüte) und Johannes Schweiger vor einer Messstation.
zVg

2019 war im Burgenland ein Jahr zum Aufatmen: Seit Beginn der Luftgüte-Messungen im Jahr 1993 war die Luft im Burgenland noch nie so rein wie im Vorjahr.

Speziell was die Belastung durch Feinstaub (PM10) betrifft, gibt es Fortschritte zu vermelden: 2019 wurden die laut Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L) festgelegten Grenzwerte für Feinstaub nur fünf Mal übertreten. Zum Vergleich: Im Jahr 2003 gab es noch 53 Überschreitungen.

Die Grafik zeigt die Mittelwerte der Feinstaub-Belastung der letzten zehn Jahre: Die Tendenz ist sinkend, aber vor allem bei der Messstation in Kittsee (orange Balken) gibt es immer wieder Ausschläge nach oben.
zVg/Land Burgenland

Dennoch ist die Luft-Qualitätskurve nicht ganz gerade: Im Jahr 2018 wurden etwa deutlich höhere Feinstaub-Jahresmittelwerte gemessen als in den Jahren davor. Und im Bezirk Neusiedl am See ist ein deutliches Nord-Süd-Gefälle bei der Luftqualität zu beobachten: So zeigt die Messstation Kittsee kontinuierlich deutlich schlechtere Werte als jene in Illmitz. Hier fordert die Nähe zur Autobahn und zur slowakischen Hauptstadt Bratislava ihren Tribut.

Umwelt-Landesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ) sieht die neuesten Feinstaub-Messwerte insgesamt sehr positiv: „Wir haben in den letzten Jahren eine Reihe von Maßnahmen zur Reduktion der Feinstaubbelastung getroffen und diese damit sukzessive senken können. Ein Meilenstein war die Erlassung von Fahrverboten für Lkw für bestimmte Abgasklassen bereits im Jahr 2016. 2019 haben wir Fahrverbote für den LKW-Schwerverkehr an den Grenzübergängen Klingenbach, Deutschkreutz und Bonisdorf erlassen und somit die Luftverschmutzung sowie Lärmbelästigung in den Grenzgemeinden reduziert.“