Mit Konzept für Seevorgelände Lebensräume erhalten

Erstellt am 19. November 2017 | 05:51
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„Seewiesen, Salzsteppen und Salzsümpfe sind europaweit einzigartige Lebensräume. Wir wollen diese Lebensräume erhalten und auch in ihrem Zustand verbessern“, so die zuständige Landesrätin Astrid Eisenkopf und Thomas Zechmeister von der Biologischen Station in Illmitz unisono.
Foto: Birgit Böhm-Ritter
Die wertvollen Lebensräume im Gebiet rund um die Schilf- und Wasserflächen des Neusiedler Sees soll erhalten werden.
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Der Neusiedler See mit seinem Seevorgelände ist ein Naturjuwel des Burgenlandes. Insbesondere in der Seerandzone finden zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum.

Intensive Ackerwirtschaft führte jedoch in den letzten Jahren dazu, dass das Seevorgelände in seiner Ausdehnung verringert wurde. Nun wurde ein naturschutzfachliches Managementkonzept erstellt, das einen Überblick über die ökologische Bedeutung des Seevorgeländes sowie eine Grundlage für die richtigen Pflegemaßnahmen liefert.

Handlungsempfehlung für Gemeinden

„Mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von zwei Metern ist der Neusiedler See weitaus fragiler als andere österreichische Seen“, betont Thomas Zechmeister, Leiter der Biologischen Station Illmitz und Obmann der Arbeitsgemeinschaft Natürliche Ressourcen.

Über 300 Vogelarten sowie zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten finden im Übergangsbereich zwischen Land und See einen wertvollen Lebensraum, der daher auch mit zahlreichen Schutzgebietskategorien ausgezeichnet ist. Das traditionell extensiv bewirtschaftete, mehrere Kilometer breite, Wiesenband wurde jedoch durch intensive Landwirtschaft und andere Nutzungsformen in seiner Ausdehnung verringert.

Mit einem Managementplan soll diesen Entwicklungen entgegen gewirkt werden. „Mit dem Managementplan erhalten lokale Entscheidungsträger ganz konkrete Handlungsempfehlungen zu einzelnen Flächen entlang des Seevorgeländes“, sagt Zechmeister.

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