Bruckneudorf: OSG kauft die „erbse“. Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) hat das Areal der Reindl Agrarhandel GmbH samt „erbse“ aufgekauft. Projekte für Nutzung müssen erst entwickelt werden.

Von Otto Havelka. Erstellt am 15. Mai 2017 (04:55)
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Startschuss für eine neue „erbse“-Ära: Gemeindevorstand Manfred Vida,Vizebürgermeister Gerold Eder, Bürgemeister Gerhard Dreiszker (alle SP), Mario Jaksch (FP), Herta Schuster (SP), Martin Hilmbauer (VP) OSG-Chef Alfred Kollar, Planer Werner Thell und Christian Hanel (SP).
NOEN, privat

Seit 1. Mai hat das rund 4,2 Hektar große Firmengelände der Reindl Agrarhandel GmbH einen neuen Eigentümer: Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) hat nach mehrmonatigen Verhandlungen die Kaufoption gezogen und sich das Areal samt Silo und dem denkmalgeschützten Gebäudekomplex der ehemaligen k.u.k. Erbsenschälfabrik einverleibt.

200 bis 250 Wohneinheiten sollen entstehen

Während sich die Unternehmer-Familie Reindl in den Firmenstammsitz in Halbturn zurückzieht, plant der Obmann des OSG-Vorstandes, Alfred Kollar, schon die künftige Verwertung des Grundstückes.

In der Gärtnergasse und auf dahinterliegenden Flächen sollen 200 bis 250 Wohneinheiten (Reihenhäuser und Wohnungen) entstehen. Schon im nächsten Jahr soll mit dem Bau der ersten Reihenhäuser begonnen werden.

In den historischen „erbse“-Gebäuden sollen Büros und Gewerbebetriebe angesiedelt werden. Das Kulturzentrum soll bestehen bleiben, „wenn die Gemeinde das will“, so Kollar.

„Sind erst am Beginn, Konzepte zu entwickeln“

Für SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker steht das außer Frage, und Kulturvereinsobfrau und SP-Gemeinderätin Herta Schuster bastelt bereist eifrig am künftigen Veranstaltungsprogramm.

Der Kulturverein ist freilich nur eine Erbse im visionären Garten von Bürgermeister Dreiszker. Mit dem „erbse“-Kauf der OSG bekomme Bruckneudorf „ein historisches Ortszentrum“. Gemeinsam mit der Siedlungsgenossenschaft sollen nun Projekte für eine künftige Nutzung entwickelt werden.

So ist etwa die Einrichtung einer Volksschule ebenso angedacht wie die Ansiedlung von Nahversorgern oder etwa eines Bistros. Auch die Einrichtung von Wohnungen im ehemaligen Silo soll ein Thema sein.

„Wir sind erst am Beginn, Konzepte zu entwickeln“, bremst Kollar Spekulationen. „Wir haben einen schwierigen, aber interessanten Gebäudebestand. Das ist auch eine große Chance für uns, zu zeigen, was wir können.“