Kittsee: Aufregung um Brunnenbau. Der Wasserleitungsverband sorgt nach Medienberichten für Aufklärung.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 25. März 2018 (05:00)
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Gemeinwohl. Aufgrund steigender Bevölkerungszahlen muss der Landesverband in den Ausbau der Wasserversorgung investieren.
Symbolfoto/Bilderbox

Ein vor rund sechs Wochen an die 66 Mitgliedsgemeinden des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland (WLV) zugestelltes Schreiben sorgt derzeit für Wirbel im Bezirk. Im Fokus der Aufmerksamkeit: Die Finanzierung der künftigen Wasserversorgung im Land.

Dass Kittsee die am schnellsten wachsende Gemeinde Österreichs ist, ist allgemein bekannt. Um das Gemeinwohl auch weiterhin sicherstellen zu können, ist eine adäquate Anpassung der Infrastruktur unumgänglich. Auch hinsichtlich der zukünftigen Wasserversorgung müssen Maßnahmen gesetzt werden, deshalb hat der Wasserleitungsverband ein neues Wasserwerk samt Brunnen geplant.

Missverständnis sorgt für Unmut

Das Vorhaben ist längst bekannt, nun sorgt ein den Medien zugespieltes Schreiben jedoch für Missverständnisse. Denn aus bislang unerklärlichen Gründen wird die Aussendung des WLV mit dem künftigen Brunnenbau in der Grenzgemeinde Kittsee in Verbindung gebracht, laut Medienberichten sollen dabei nicht nur die davon profitierenden Gemeinden Kittsee und Edelstal zur Kasse gebeten werden.

„Das Nordburgenland ist eine boomende Wirtschaftsregion, deshalb ist es notwendig kontinuierlich Investitionen zu tätigen. Nachdem der Bund das Gemeindeinvestitionspaket beschlossen hat, waren wir uns im Vorstand einig, die Mitgliedsgemeinden mit einem Schreiben darüber zu informieren, dass sie ihre Fördermittel, wenn nicht benötigt, an den WLV übertragen können“, versucht Obmann Gerhard Zapfl die Gemüter zu beruhigen. Tätigen die Gemeinden mit den Fördermitteln des Bundesministeriums nämlich keine Investitionen, verfallen sie.

Fördermittel übertragen, ehe sie verfallen

Rund vier Millionen Euro soll das Wasserprojekt kosten, ein Viertel davon, also rund eine Million Euro, könnte über diese Bundesförderungen letztendlich lukriert werden.

„Zur Zahlung verpflichtet sind die Gemeinden nicht. Aber bevor man das Geld verfallen lässt, könnte man damit in die Wasserversorgung des Landes investieren. Dass das Geld unmittelbar dem Brunnenbau in Kittsee zugutekommt, stimmt so nicht.

Dass die Gemeinden Edelstal und Kittsee für die Finanzierung aufkommen müssen, wie behauptet wird, stimmt ebenfalls nicht. Der Wasserleitungsverband übernimmt, ob mit oder ohne Fördermittel, jegliche Kosten. Die möglichen Einnahmequellen zu nutzen ist letztendlich legitim und im Interesse aller“, berichtet Zapfl auf Anfrage der BVZ.