Mit Handabdruck ins Weidener Strandbad. Seit Donnerstag gilt in Weiden am See die Hand als Eintrittskarte – zumindest für Saisonkarten-Besitzer.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 22. Mai 2019 (03:30)
Die Hand als Eintrittskarte: Bürgermeister Wilhelm Schwartz testet mit dem Team der Gemeinde Gabriele Hawle, Harald Flacker, Rita Kovacs und Christian Ochs das neue Zutrittssystem.
zVg

Die Gemeinde am Ostufer des Neusiedler Sees geht neue Wege. Wer künftig eine Saisonkarte für das Seebad möchte, muss sich per Handvenen-Scanner registrieren lassen und kann künftig per Handabdruck das Drehkreuz im Eingangsbereich betätigen. Gemeinsam mit der Gemeinde hat die Firma PCS-IT (Pfundner) und die Firma Greystone damit das erste öffentliche Seebad in Österreich mit diesem Zutrittssystem ausgestattet.

Zutrittssystem polarisiert

Der Vorteil für regelmäßige Strandbad-Besucher liegt laut Bürgermeister Wilhelm Schwartz (ÖVP) auf der Hand: „Die Karten sind oft verloren gegangen und nicht selten haben die Besucher ihre Saisonkarte vergessen.“ Das sei mit dem neuen System kein Problem mehr.

Dass der Vorteil aber nicht nur beim Gast liegt, sondern in erster Linie die Gemeinde von dem neuen System profitieren soll, gibt Schwartz zu. Die Saisonkarten seien immer wieder an andere Personen weitergegeben worden und somit seien der Gemeinde Eintrittsgelder verloren gegangen.

Seit Donnerstag ist der Handvenen-Scanner im Weidener Seebad nun im Betrieb. Und seit Donnerstag polarisiert er. Dass die Seebad-Besucher nicht nur den Vorteil am neuen System schätzen, sondern der Registrierung teilweise sehr kritisch gegenüber stehen, weiß Schwartz. Es gäbe positives Feedback, aber auch Ängste, die dem Bürgermeister mitgeteilt wurden: „Diese betreffen vor allem die Datenspeicherung und die Angst, dass die Gemeinde persönliche Daten verkaufen oder weitergeben könnte. Das ist aber absurd.“

All jenen, die sich nicht registrieren lassen wollen, bleibt jedenfalls die Möglichkeit, eine auf Papier ausgedruckte Tageskarte zu kaufen. Lediglich die Saisonkarte gibt es nicht mehr auf herkömmliche Weise.