Klaus Lidy: Eine Welt aus Holz

Unter dem Namen „SUALK Artworks“ erstellt Klaus Lidy aus Mönchhof Holzskulpturen, Gemälde und auch Porträts.

Erstellt am 11. Juli 2021 | 05:19

Klaus Lidy aus Mönchhof schnitzt Skulpturen aus Holz. Schon in seinem Hauseingang liegen etliche dicke Baumstämme, die darauf warten, verarbeitet zu werden.

„Das Holz muss eh jahrelang trocknen, da ist es nicht schlecht, wenn man sich einen gewissen Vorrat anlegt. Am einfachsten ist es, wenn man jemanden kennt, der gerade einen Baum gefällt hat und das Holz selbst nicht benötigt“, erklärt der Mönchhofer. In der kleinen Werkstatt im Keller seines Hauses gibt er seinen Skulpturen zunächst mit der Motorsäge ihre ungefähre Form, bevor er dann zur Handarbeit übergeht.

„Normalerweise fange ich mit der Handarbeit gar nicht erst an, wenn ich nicht zumindest zwei Stunden Zeit habe“, meint Lidy über die Arbeit mit dem Holz. Wenn er nämlich einmal im Rhythmus der Arbeit ist, ist es gar nicht so einfach, wieder damit aufzuhören. Oft beginnt er gegen Abend und findet sich dann um zwei Uhr morgens in seiner Werkstatt wieder.

„Der Prozess ist das Wichtigste“, meint er, denn „oft weiß ich im Vorhinein noch gar nicht so genau, was am Ende herauskommen wird. Ich arbeite mit einer ungefähren Ahnung drauf los und schaue, was passiert. Man muss sich aber auch ans Holz halten. Wenn man beispielsweise auf ein Astloch oder einen Spalt stößt, kann man entweder drumherum arbeiten oder es auch in die Skulptur einbauen. Das ist immer sehr spannend.“ Nach der Fertigstellung eines Projekts geht er direkt zum nächsten über. Der kontinuierliche Entstehungsprozess ist das, was für ihn den größten Reiz an der Sache ausmacht.

Für Monate außer Gefecht gesetzt

Einen schweren Schlag musste er im September letzten Jahres hinnehmen, als sein linker Arm eines Morgens wie eingeschlafen war und daraufhin für Monate in diesem Zustand verharrte, also nicht beweglich war.

„Das war wirklich ein Schas, wenn man die Hand nicht bewegen kann und nicht weiß, wieso. Letztendlich war es ein beschädigter Nerv. Man glaubt gar nicht, wofür man die linke Hand alles braucht“, meint der genesene und im Brotberuf als Spengler und Lackierer arbeitende Mönchhofer im Nachhinein mit einem Lächeln im Gesicht.

In jenen Monaten, in denen er vom Nerv gehandicapt war, hat er sich wieder vermehrt dem Zeichnen von Gemälden und Porträts mit „Polychromos“-Buntstiften und auch mit Bleistiften gewidmet - eine weitere künstlerische Disziplin, die er ebenso beherrscht wie das Schnitzen.

Unter dem Namen „SUALK Artworks“ be- und vertreibt er das Eine wie das Andere.

In weiterer Folge sollen seine Werke wieder in diversen Ausstellungen zu sehen sein. Einen Fixpunkt wird dabei jedenfalls die Netzwerkschmiede in Mönchhof bilden. Sie vertreibt nämlich nicht nur regionale Produkte, sondern bietet auch Künstlern aus der Umgebung eine Plattform, um ihre Werke zu präsentieren.