Marienkron: Verspätet aus dem Lockdown zurück

Der Normalbetrieb wird in Mönchhof erst am 30. August wieder aufgenommen. 9.000 Gästenächtigungen gingen verloren.

Erstellt am 22. August 2020 | 04:55
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Marienkorn
Chance in einer Zeit der Gesundheitskrise. Das erst kürzlich um 13,5 Millionen Euro sanierte Kurhaus Marienkron in Mönchhof möchte nun mit speziellen Paketen punkten, die eine Unterstützung für das Immunsystem darstellen. 
Foto: Peter Papousek

Das Kurhaus Marienkron befand sich bis zum vergangenen Wochenende noch im Corona-Lockdown. Mit einer Lesung des bekannten Schauspielers Karl Markovics öffnete das Haus erstmals wieder seine Pforten. Den regulären Kurbetrieb nimmt man in Marienkron allerdings erst wieder am 30. August auf. Die BVZ hat nachgefragt, warum der Lockdown freiwillig verlängert wurde, durften Beherbergungsbetriebe doch bereits am 29. Mai wieder ihren Betrieb aufnehmen.

Geschäftsführer Gunther Farnleitner weist auf die „zum damaligen Zeitpunkt unklaren Richtlinien“ und auf eine „breite Verunsicherung am Markt“ hin und betont, dass das Kurhaus ein Gesundheitsbetrieb und kein klassisches Familienurlaubsdomizil sei. Mit der Entscheidung einer späteren Öffnung nimmt man in Marienkron jedenfalls große Umsatzverluste und Nächtigungsrückgänge in Kauf. Farnleitner spricht von etwa 9.000 Gästenächtigungen, die das Kurhaus über die Schließungsdauer verloren hat. „Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass wir bis Jahresende (September bis Dezember) weitere 2.500 Gästenächte verlieren werden.“

Die Situation ist für das Kurhaus jedenfalls keine einfache. Nach einer einjährigen Schließungsphase, in der das Haus um eine Investitionssumme von 13,5 Millionen Euro von Grund auf erneuert wurde, hat der Betrieb erst im Juni 2019 seine Wiedereröffnung gefeiert. Der lange Lockdown seit Mitte März schmerzt das Haus also doppelt und ist laut Farnleitner „nur durch das Vertrauen der Eigentümer und der Bank in das Konzept, die Qualität und die Kompetenz des Kurhauses mit deren Mitarbeitern“ möglich gewesen.

Die Schließung nutzte das Geschäftsführer-Duo Elke Müller und Gunther Farnleitner jedenfalls, um das Angebot nachzuschärfen und sich auf den Markteintritt vorzubereiten. Die derzeitige Situation sieht Farnleitner als besondere Herausforderung für einen Gesundheitsbetrieb, aber auch als Chance, mit Kompetenz zu punkten: „In unserem Fall bieten wir auch spezielle Pakete, die eine Unterstützung für das Immunsystem darstellen. Wir sehen es als besondere Möglichkeit, damit wieder in den Markt einzutreten.“

Auf die Frage, was die Gäste im nun wieder eröffneten Mönchhofer Kurhaus erwarten wird, antwortet Farnleitner selbstbewusst: „Unsere Kompetenz, unser qualitativ hochwertiges Angebot mit möglichst wenig Einschränkungen und größtmöglicher Sicherheit.“ Den Gästen werde das Paket „Durchatmen“ angeboten – um wieder zu einem gesunden Rhythmus und zur inneren Balance zu finden. „Das stärkt die Gesundheit. In Zeiten wie diesen ist das wohl wesentlich.“