Marienkroner Fastenumfrage: Corona beeinflusst Ernährungsgewohnheiten

Erstellt am 27. Februar 2022 | 06:38
Lesezeit: 3 Min
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Mit Fastenkuren beschäftigt man sich im Mönchhofer Kurhaus Marienkron seit jeher. Im Bild: Geschäftsführer-Duo Elke Müller und Günther Farnleitner mit der leitenden Kurärztin Ulrike Göschl.
Foto: Steve Haider
Zum dritten Mal beleuchtet das Mönchhofer Kurhaus Marienkron in einer Umfrage die aktuellen Fastengewohnheiten der Österreicher. Die Ergebnisse zeigen auch Trends im generellen Ernährungsverhalten seit Beginn der Pandemie.
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Am Mittwoch beginnt nach dem katholischen Glauben die 40-tägige Fastenzeit. Fasten liegt aber mehr noch abseits religiöser Gründe im Trend. Laut Marienkroner Fastenumfrage sind es nur 12 Prozent der Österreicher, die „Tradition“ als Fastenmotiv nennen. Der größte Antrieb liegt eindeutig in dem Wunsch, Gewicht zu reduzieren, das sagen 42 Prozent. Weitere wichtige Gründe sind das allgemeine bessere Wohlbefinden (39 Prozent) sowie die Reinigung und Entgiftung des Körpers (34 Prozent). 21 Prozent haben sich für das Fasten als Gesundheitsvorsorge entschieden. Insgesamt steigt das Interesse am Fasten: Während im Dezember 2020 noch 41 Prozent der Befragten angaben, für 2021 eine Fastenkur zu planen, sind es ein Jahr später bereits 46 Prozent. Besonders interessiert zeigt sich die Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen.

Die Ergebnisse der Marienkroner Fastenumfrage zeigen, dass Intervallfasten nach wie vor stark im Trend liegt und dass sich dieser Boom nach jetzigem Stand auch fortsetzen wird – ganz besonders bei den weiblichen Fastenden. Beim Intervallfasten, auch bekannt als „intermittierendes Fasten“, wechseln einander Nahrungskarenz und Essensphasen ab – etwa im Verhältnis 16:8 Stunden, wodurch die Fastenart gerne auch als „16:8 Fasten“ bezeichnet wird.

„Die über 50-jährige Erfahrung als Kur- und Fastenhaus sagt uns, dass nicht jede Fastenart für jeden Menschen gleich gut geeignet ist – und dass Fasten manchmal auch gänzlich ungeeignet ist. Wir in Marienkron sehen Fasten als Teil einer ganzheitlichen Therapie und legen – je nach medizinischer Indikation – gemeinsam mit dem Gast fest, welche Fastenart die individuell besten Erfolge bringt und welche begleitenden Therapien unterstützen können“, erklärt Dr. Ulrike Göschl, die leitende Kurärztin von Marienkron.

Neben den Fastengewohnheiten wollte das Kurhaus Marienkron in seiner Umfrage auch das generelle Ernährungsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher unter die Lupe nehmen. Das Ergebnis: 6 von 10 Österreicherinnen und Österreichern sagen, dass sich ihr Ernährungsverhalten seit Beginn der Pandemie verändert hat. Das reicht von Zucker- und Fleischreduktion bis hin zur allgemeinen „bewussteren Wahrnehmung von Essen“. Deutlich mehr Frauen als Männer greifen zwischendurch zu kleinen Snacks. Deutlich mehr Männer als Frauen geben an, den Konsum von Alkohol reduziert zu haben. 2,8 Prozent der Befragten haben auf vegetarische sowie 1,6 Prozent auf vegane Ernährung umgestellt.

Für Fastenmuffel könnte übrigens das Thema Genuss ein Gamechanger sein. Deshalb hat das Kurhaus Marienkron das Kochbuch „Gesund genießen“ herausgegeben.

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