Neusiedlerin tritt in Dagmar Kollers Fußstapfen

Patricia Nessy spielt an der Volksoper in „Der Mann von La Mancha“ Dagmar Kollers ehemalige Paraderolle der „Aldonza“.

Pia Reiter
Pia Reiter Erstellt am 28. April 2017 | 02:44
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Musical-Profi. Patricia Nessy bei einem Auftritt.
Foto: Adrian Almasan - www.adrianalmasan.com

Vor Kurzem war Premiere, weitere neun Vorstellungen stehen heuer noch auf dem Spielplan: Die Neusiedlerin Patricia Nessy steht an der

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Volksopern-Star. Patricia Nessy als „Aldonza“ in „ Der Mann von La Mancha“.
BVZ

Seite von Direktor Robert Meyer in „Der Mann von La Mancha“ auf der Bühne. In der weiblichen Hauptrolle der „Aldonza“ tritt sie dabei in die Fußstapfen von Dagmar Koller. „Sie hat die Figur 30 Jahre lang verkörpert. Für mich ist das ein Traum und die Produktion soll noch einige Jahre weiter an der Volksoper laufen.“

Ebenso wird das Musical „Sweeney Todd“ zurückkehren, wo Nessy ebenfalls in einer tragenden Rolle innehat, wieder aufgenommen. Und in der Albertina Passage ist die Sängerin bis 13. Juni immer dienstags, abwechselnd mit einer Kollegin, mit „Best of Musical“ zu sehen.

Auch die nächste große Produktion hat sich bereits angekündigt: Ab 14. Juli wird die Neusiedlerin in der weiblichen Hauptrolle des Roland Kaiser-Musicals neben Alfons Haider und Gregor Glanz auf der Bühne stehen. Die Proben dafür starten Anfang Juni. „Derzeit wird daran noch geschrieben und gefeilt, aber ich bin schon sehr gespannt, denn Roland Kaiser hat eine unfassbare Fangemeinde“, meint sie.

Beruf wurde ihr in die Wiege gelegt

Schon als Kind war für die Neusiedlerin der Berufsweg quasi in die Wiege gelegt: Nessy wurde in eine Sänger-Familie hineingeboren, ihre Mutter sang 26 Jahre lang an der Stuttgarter Staatsoper. „Zuerst wollte ich Balletttänzerin werden, dann Schauspielerin. Als Sängerin, die vorwiegend Musical singt, habe ich nun all diese Dinge miteinander verwoben“, meint sie.

Vor zwei Jahren ist die Sängerin in die Stadt gezogen und genießt vor allem die Neusiedler Lebensqualität: „Es ist alles da. Ich verzichte auch bewusst auf ein Auto und pendle mit dem Zug zu meinen Auftritten nach Wien. Das ist mein Büro. Dort beantworte und schreibe ich meine Mails oder lerne Texte.“

Auch kulturell schätzt sie die Region sehr: „Ich arbeite sehr gerne mit dem Parndorfer Tamburizza-Orchester.“