Aufatmen bei Parndorfer Vereinen: Veranstaltungszentrum kommt doch

Erstellt am 21. Januar 2022 | 05:48
Lesezeit: 3 Min
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Neues Veranstaltungszentrum. Die Errichtungskosten für das Gebäude, in dem Parndorfs Vereine ein neues Zuhause bekommen werden, sind von 5 Millionen Euro auf 6,9 Millionen Euro gestiegen. Durch die Coronapandemie sind die Baukosten explodiert.
Foto: OSG/Taschner-Kinger & Partner ZT GMBH
Nach einer neuerlichen Abstimmung im Gemeinderat kann im März mit dem Bau des Veranstaltungszentrums gestartet werden.
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Eigentlich sollte man am Hanaweg schon mitten in den Bauarbeiten für ein neues Gebäude für die Vereine sein. Das Projekt wurde von langer Hand gemeinsam von Gemeinde und Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) geplant und im Gemeinderat bereits abgesegnet. Der Baustart war für Mitte 2021 angesetzt. Einzig die explodierenden Baupreise spielten nicht mit. Das Projekt wurde kurzfristig wieder auf Eis gelegt. Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung stimmten die Mandatarinnen und Mandatare nun erneut über den Bau ab.

Bürgermeister Wolfgang Kovacs (Liste Parndorf, LIPA) erläuterte die dramatische Preissteigerung bei der Sitzung: Ursprünglich seien die Errichtungskosten auf einem Grundstück, das die OSG eigens für dieses Projekt angekauft habe, auf fünf Millionen Euro angesetzt worden. Jetzt liege man bei 6,9 Millionen Euro. Die höheren Baukosten trägt zwar die OSG, mit der die Gemeinde einen Mietvertrag abgeschlossen hat, doch auch die jährliche Miete (auf 25 Jahre) für die Gemeinde steigt bei höheren Errichtungskosten an. Eine Verschiebung des gesamten Projektes stand im Raum.

„Eine Verschiebung hätte uns sicher fünf Jahre Verzögerung gebracht, denn dann hätten wir auch ein neues Grundstück suchen müssen.“
Bürgermeister Wolfgang Kovac

Zur Erleichterung des Bürgermeisters hat sich der Gemeinderat - allerdings mehrheitlich - trotz aller Widrigkeiten für die Umsetzung des Projekts ausgesprochen. „Eine Verschiebung hätte uns sicher fünf Jahre Verzögerung gebracht, denn dann hätten wir auch ein neues Grundstück suchen müssen. Die OSG hätte am Hanaweg inzwischen sicher einen Wohnbau errichtet“, so Kovacs gegenüber der BVZ.

Parndorfs Vereine dürfen also aufatmen, denn die Platzsituation ist derzeit sehr angespannt. Sie teilen sich abends die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten in der Volksschule. Geeinigt hat man sich in der Gemeinderatssitzung übrigens auch aus rechtlichen Gründen auf den Namen „Veranstaltungszentrum“.

Die Miet- und Betriebskosten von jährlich rund 360.000 Euro will die Gemeinde Parndorf – zweckgebunden – aus den Mehreinnahmen durch das Repowering der örtlichen Windparks bezahlen.

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