Trauer um ein „Original“: Stefan Oberfellner ist tot. Der Wallerner verstarb im Alter von 73 Jahren. Bekannt war Oberfellner für seine jährlichen Pilgerreisen und Extremwanderungen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 06. März 2018 (06:15)
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Gern gesehen. Immer wieder besuchte Stefan Oberfellner die BVZ-Redaktion, bevor er wieder eine seiner kilometerlangen Pilgerreisen in Angriff nahm. Das Redaktions-Team wird seine Besuche vermissen. Im Bild: Stefan Oberfellner, Birgit Böhm-Ritter, Bettina Scheidl und Pia Reiter.

Stefan Oberfellner ist am Sonntag im 74. Lebensjahr überraschend verstorben.

Der Wallerner war - wie man im Volksmund sagt, ein „Original“. Er war der bekannteste Pilger des Landes. Jedes Jahr legte er rund 2000 km per pedes zurück. Oberfellner war aber auch ein „Adabei“, gerne bei Festen. Immer gut gelaunt und offen. So kannte man ihn im Bezirk und darüber hinaus.

Seine Liebe zur Wallfahrt entdeckte Stefan Oberfellner 2004. In einem BVZ-Interview aus dem Jahr 2014 erzählte er, dass ein Freund seine Pilgerleidenschaft weckte, als er ihn zu einer Wallfahrt nach Mariazell mitnahm.

Seitdem gab es kein Jahr ohne Pilgerreise. 2007 war er unglaubliche 95 Tage am Stück unterwegs. Seine Reise führte ihn damals von seiner Heimatgemeinde Wallern im Burgenland nach Santiago bis ans Kap nach Finisterre an der spanischen Westküste. Er marschierte 3.300 Kilometer.

„Jede einzelne Reise war ein unglaubliches Erlebnis. Ich traf viele bescheidene Menschen, die keineswegs im Wohlstand leben und trotzdem bereit sind, zu geben. Sie bieten einen Schlafplatz für die Nacht und geben dir zu essen und trinken“, erzählte Stefan Oberfellner damals im BVZ-Gespräch. Zuletzt nahm Oberfellner Ende Jänner noch an der 24-Stunden-Extrem-Tour rund um den Neusiedler See teil.

Das Begräbnis fand am vergangenen Mittwoch, dem 28. Februar, um 14 Uhr in seiner Heimatgemeinde Wallern statt.