Vielseitiges Ranger-Talent: 26-jähriger Südburgenländer in Illmitz

Erstellt am 29. August 2022 | 04:55
Lesezeit: 3 Min
Dominic Sylvestre studierte an der Uni Wien, ist Ranger und Illustrator.
Werbung
Anzeige

Der 26-jährige Dominic Sylvestre aus dem Südburgenland ist Nationalparkranger im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel. Seine Ausbildung dazu hat er 2019 abgeschlossen, mit dem Beginn seiner Arbeit im Nationalpark hat Sylvestre auch seine Arbeit im biodynamischen Weingut von Michael Andert in Pamhagen in Angriff genommen.

Um dort aufzuzeigen, dass die lokale Landwirtschaft auch äußerst nachhaltige Lösungen finden kann, führt Sylvestre regelmäßig Gäste durch die Wein- und Gemüsegärten am Lerchenfeld in Pamhagen und macht dabei auf die Insekten-, Vogel- und Pflanzenvielfalt aufmerksam.

Großes Interesse an Kultur und Sprachen

Davor lag das große Interesse des zweisprachig aufgewachsenen Sohnes eines Vaters aus der Nähe von Frankfurt und einer französischsprachigen Mutter aus dem kanadischen Montreal vielleicht wenig verwunderlich auf dem Gebiet der Sprache.

So hat es ihn dann auch auf die Uni Wien verschlagen, wo er sich mit der Geschichte Westafrikas in deren Sprache Bambara auseinandersetzte. Als Teil der Ausbildung kam er auch an die Uni in Burkina Faso, wo er die gelernte Sprache auch effektiv anwenden konnte, ehe er sein Studium mit einem Bachelor abschloss.

Tierillustrationen im „Geflatter“

Doch die Natur und Sprachen sind nicht die einzigen Leidenschaften des Nationalparkrangers. Daneben fertigt er auch noch Illustrationen an, wovon einige auch von Mitte April bis Ende Juni im Nationalparkzentrum ausgestellt waren. Der Grund dafür ist, dass es sich dabei um verniedlichte Darstellungen von Tieren und Insekten handelt, um sie so für Kinder ansprechender zu gestalten.

Das „Geschnatter“, eine vierteljährlich erscheinende Nationalparkzeitung für Erwachsene, erscheint nämlich inklusive „Geflatter“, einer entsprechenden Kinderbeilage, die den Kleinen die Natur des Nationalparks näherbringen soll. Dabei helfen Dominics naturgetreue, aber oft mit ausdrucksvollen Augen versehenen Illustrationen natürlich ungemein.

Nach den Auswirkungen der austrocknenden Lacken auf die Vogelwelt gefragt, meint er: „Wenn man in den südlichen Teil des Nationalparks nach Ungarn schaut, gibt es dort zwei sehr große Ausweichflächen, die ständig unter Wasser stehen. Die Donau und die Donauschleife sind nicht weit, die Vögel werden da die geringsten Schwierigkeiten haben. Für Amphibien wird es schon schwieriger.“ Das größere Problem sehe er hierbei aber für den Menschen. Der See ist zwar auch schon 1860 einmal ausgetrocknet, die Situation war im Vergleich zu heute jedoch eine völlig andere.

„Früher war hier ja im Vergleich zur aktuellen Infrastruktur nichts, das ist jetzt natürlich eine Herausforderung für Tourismus, Wirtschaft, et cetera.“

Neue Nationalparkranger gesucht

Wer Interesse am Beruf des Nationalparkrangers hat, kann sich nun bis 11. September unter bewerbung@npneusiedlersee.at bewerben.

Absolventinnen und Absolventen können nach ihrem Abschluss als freie Dienstnehmer im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel arbeiten. Nähere Infos dazu sind unter www.nationalparkneusiedlersee.at zu finden.

Werbung