Schutzstatus für Leithaau. Geht es nach den Plänen der Landesregierung, sollen die Burgenländischen Leithaauen Europaschutzgebiet werden.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 15. August 2018 (05:36)
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Wunsch nach neuem Schutzgebiet. Landesrätin Astrid Eisenkopf, Landeshauptmann Hans Niessl und Naturschutzexperte Hermann Frühstück sind überzeugt, dass die burgenländischen Leithaauen die Kriterien für ein europäisches Schutzgebiet erfüllen. 
Birgit Böhm-Ritter

Die Burgenländischen Leithaauen sollen unter Naturschutz gestellt und zu einem Natura 2000-Gebiet ausgewiesen werden. Damit würden die bereits 16 bestehende Europaschutzgebiete im Burgenland von insgesamt 110.000 Hektar Zuwachs bekommen.

Das geplante Schutzgebiet soll sich über Teile der Leithaauen bei Parndorf, Potzneusiedl und Gattendorf erstrecken. „Laut einer vom Land Burgenland in Auftrag gegebenen Studie erfüllt eine Gesamtfläche von 94,3 Hektar die Kriterien um als Europaschutzgebiet ausgewiesen zu werden. Die angrenzenden Leithaauen auf niederösterreichscher Seite sind bereits Europaschutzgebiet“, informierten Landesrätin Astrid Eisenkopf, Landeshauptmann Hans Niessl und Naturschutzexperte Hermann Frühstück vor Medienvertretern über das Vorhaben.

Am 27. August ist im Gemeindeamt Parndorf ein Informationsgespräch mit den betroffenen Gemeinden und Interessensvertretungen geplant, zu dem auch die Bevölkerung eingeladen wird.

„Wir rechnen damit, dass die EU-Kommission bis Ende des Jahres grünes Licht gibt.Hans Niessl

Es sei ein besonderes Anliegen der EU-Kommission, dass Natura 2000 Gebiete ausgewiesen werden, ergänzt der Naturschutzexperte Hermann Frühstück. Dies gelte besonders für die Hartholzauwälder. „Die burgenländischen Leithaauen in den Gemeindegebieten von Parndorf, Potzneusiedl und Gattendorf eignen sich als Europaschutzgebiet für die Lebensraumtypen Hartholzauwälder und Auenwälder mit Schwarz-Erle und Esche.“

Die ausgewählten Gebiete werden der Europäischen Kommission vorgeschlagen. „Wir rechnen damit, dass die EU-Kommission bis Ende des Jahres grünes Licht gibt. Geschieht das, tritt sofort der Schutzstatus in Kraft“, sagt Niessl.