Neudorf: Bangen um Nahversorger

Erstellt am 07. November 2016 | 05:46
Lesezeit: 2 Min
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Aus und Vorbei. Ende September schloss Familie Kalinka ihren „Nah und Frisch“-Markt für immer.
Foto: BVZ, Haider
Geschäftslokal für Lebensmittelmarkt in Neudorf gesucht, „Einkaufstaxi“ für Leute mit eingeschränkter Mobilität angedacht.
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Neudorf steht seit Anfang Oktober ohne Nahversorger da. Das letzte Kaufhaus in der 700-Einwohner-Gemeinde, der „Nah und Frisch“- Markt Kalinka hat am 30. September für immer geschlossen.

Die Ortschaft will die Nahversorgung aber nicht aufgeben und so hatte sich laut Gemeindenachrichten auch bereits ein ernsthafter Interessent gefunden, der das Kaufhaus übernehmen wollte. Familie Kalinka hat sich dann aber dazu entschlossen, das Lokal doch nicht weiter zu vermieten.

Lebensmittelmarkt im alten Wirtshaus?

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Neuanfang? Im „Neudorferhof“ der Familie Holzapfel wurde im Mai dieses Jahres der Wirtshausbetrieb eingestellt. Jetzt wird geprüft, ob sich die Räumlichkeiten für ein Kaufhaus eignen.
Foto: BVZ, Paul Haider

Nun wird fieberhaft nach anderen geeigneten Räumlichkeiten gesucht.

Teilweise bereits mit Erfolg, wie Ortschef Stefan Mikula (ÖVP) im BVZ-Gespräch berichtet: „Familie Holzapfel hat angeboten, ihr Gasthaus zu vermieten. Die Firma Kastner war schon da und hat sich das Gasthaus angeschaut. Jetzt werden Pläne gezeichnet und dann wird man darüber reden. Ich bin gerne bereit, das zu unterstützen!“

Für die Zeit ohne Nahversorger in Neudorf hat man sich in der Gemeinde bereits einen „Plan B“ überlegt. Demnach soll ein Taxi ältere und in der Mobilität eingeschränkte Personen ein bis zwei Mal pro Woche zum Einkaufen in die Nachbargemeinden bringen - auf Gemeindekosten.

Das „Lebensmitteltaxi“ soll laut Bürgermeister Mikula in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch dieser Woche behandelt werden.

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