Neusiedler Pannoneum: Ankerl geht in Pension. Mit Jahresbeginn Direktorin der Wirtschafts- und Tourismusschulen Ruth Ankerl tritt ihren Ruhestand an, Stelle wird ausgeschrieben.

Von Pia Reiter. Erstellt am 22. November 2017 (05:47)
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Abschied. Ab 2018 tritt Pannoneum-Direktorin Ruth Ankerl ihre Pension an. Foto: Reiter
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Nach 26 Jahren als Direktorin geht Ruth Ankerl mit 1. Jänner 2018 in Pension. Übernommen hat sie die damalige Tourismusschule 1991 mit knapp über 300 Schülern in 16 Klassen und an die 50 Lehrer, heute besuchen 700 Schüler in 29 Klassen die Lehranstalt, es unterrichten 103 Lehrer. In dieser Zeit hat sich die Schule auch entwickelt: Aus der HBLA wurde das Pannoneum.

Olympia-Einsätze als wichtige Meilensteine

„Wir haben eine Dachmarke für unsere vier Schulformen ins Leben gerufen, nach dem Zubau haben wir einen neuen Namen gesucht. Hier war sicher der damalige Fachvorstand Sepp Sailer federführend. Das war eine identitätsstärkende Entscheidung, die sich österreichweit durchgesetzt hat“, erklärt Ankerl rückblickend.

Als wichtige Meilensteine sieht sie auch den Einsatz des Pannoneums bei den Olympischen Spielen in Lillehammer oder Atlanta: „Wir waren die Ersten mit internationalen Projekten. Auch in Sachen Qualitätsmanagement zählen wir in Österreich zu den Vorreitern.“

Auch die Ausbildung und der Erwerb von Zusatzqualifikationen wie dem Jungsommelier hatte ihren Ursprung in Neusiedl am See. „Es ist so eine Freude, wenn man nach Jahren Absolventen unserer Schule trifft und man sieht, wie ihre Persönlichkeit bei uns geprägt wurde“, meint Ankerl.

„... möchte anstrengende Reisen machen“

Der Entschluss, mit Jahresbeginn 2018 die Pension anzutreten, habe länger gedauert und sei langsam gereift: „Ich bin zu diesem Zeitpunkt dann 63 1/2 Jahre und möchte noch gerne anstrengende Reisen machen“, sagt sie. Besonders Asien, die Vereinigten Staaten von Amerika und Südafrika stünden noch auf ihrer Agenda.

„Ich habe noch einiges vor, außerdem freue ich mich auf die Zeit, wo der Wecker nicht mehr um dreiviertel sechs läutet“, betont Ankerl, die im Auftrag des Bundeskanzleramtes mithilft, Tourismusschulen in Albanien (Tirana) aufzubauen: „Hier wird österreichisches Know-how exportiert, das ist ein starker Impuls für Osteuropa.“

Geht es nach der Langzeit-Direktorin, so sollte ihr Nachfolger eine dynamische Persönlichkeit haben: „Mit Herz und Engagement für junge Menschen, Gefühl und Professionalität für die Vermittlung von beruflicher Qualifikation besitzen und eine Vision für die Entwicklung der Tourismusregion Nordburgenland mitbringen.“

Landesschulratspräsident Heinz Zitz wird mit 1. Jänner jemand von der Schule mit der provisorischen Leitung betrauen. „Die Stelle wird offiziell österreichweit ausgeschrieben. Der Antrag ans Ministerium wurde bereits gestellt, diese gibt dann die Fristen vor, innerhalb dieser die Ausschreibung über die Bühne gehen wird“, so Zitz.