Lobby für sicheres Radln: Parade in Parndorf geplant

Erstellt am 01. September 2022 | 05:09
Lesezeit: 3 Min
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Johan Rosman ist Sprecher der Radlobby Parndorf.
Foto: zVg/Rosman
Seit mehreren Monaten engagiert sich die Radlobby Parndorf. Mit einer Radparade will sie auf ihre Anliegen aufmerksam machen.
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Johan Rosman ist gerne mit der Fotokamera unterwegs. Man kennt den Wahl-Parndorfer in der Region als Obmann des Neusiedler Fotoclubs. Seine zweite Leidenschaft gehört dem Fahrrad - so wie es sich für einen gebürtigen Niederländer gehört.

„Nein, es ist kein Klischee, dass in den Niederlanden mehr mit dem Rad gefahren wird als hier“, antwortet er auf die vorangegangene BVZ-Frage. „Vor allem Kurzwege werden dort alle mit dem Fahrrad zurückgelegt.“ Gemeinsam mit einer Handvoll Radbegeisterter ist er nun drauf und dran, die Radlobby Burgenland zu gründen.

Seit einigen Monaten ist die Radlobby-Parndorf aktiv und Rosman ist der Sprecher der kleinen Gruppe. Vorrangiges Ziel ist es, „das Radln zu promoten und sicherer zu machen“, so Rosman.

Noch engagiert sich die Gruppe gemeinsam mit der Radlobby Kirschblütenweg und der Radlobby Lafnitztal unter dem Dach der niederösterreichischen Landesgruppe. Die Gründungsphase eines burgenländischen Verbandes ist aber bereits eingeläutet. Mit der Breitenbrunnerin Pia Jordan-Lichtenberger ist auch schon eine designierte Obfrau gewählt.

„Die Fahrbahn gehört nicht nur den Autofahrern“

Das Radln ist Johan Rosman – wie in der Einleitung erwähnt – sozusagen in die Wiege gelegt worden. „Als Schüler bin ich jeden Tag 20 Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Zehn Kilometer in die Schule und danach zehn Kilometer wieder nach Hause“, erzählt er. Dass heute viele Kinder mit dem Auto in die Schule gebracht werden, führt er unter anderem darauf zurück, dass die Schulwege nicht sicher genug sind. Und das soll sich ändern.

In Sachen Alltagsradln hat Österreich im Vergleich mit Ländern wie Dänemark, Niederlande oder auch Deutschland Aufholbedarf. Der Bundesverband, Radlobby Österreich, setzt sich deshalb für radfreundliche Rahmenbedingungen und die Akzeptanz des Fahrrads als vollwertiges Verkehrsmittel ein. Das wollen nun auch Rosmans Mitstreiter der Radlobby Parndorf machen.

„Es geht etwa um sichere Radparkplätze in Einkaufszentren, Fahrradstraßen oder ein Radwegenetz parallel zu Landesstraßen“, erklärt Rosman.

Aufruf zur Teilnahme bei der Radparade

Am 17. September will die Radlobby-Parndorf nun im Rahmen einer Radparade auf der B10/B50 auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Ziel sei es zu zeigen, dass Fahrbahnen nicht nur für Autos da sind.

„Wir wollen ein Zeichen für umweltfreundliche Mobilität setzen“, so die Radlobby Parndorf. „Je mehr mitmachen, desto besser“, betont Rosman. Da die Straße polizeilich gesichert werden muss, bittet er um Anmeldung unter johan.rosman@radlobby.at.

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