„Chili Eats Honey“: Fast Food mit Gewissen. „Parndorf Fashion Outlet“-Chef Thomas Seikmann hat eine Imbiss-Kette gegründet, die auf Nachhaltigkeit setzt.

Von Paul Haider. Erstellt am 25. September 2019 (04:33)
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Premiere. Das erste „Chili Eats Honey“-Restaurant wurde vorige Woche offiziell in Parndorf eröffnet. Im Bild: Marius Gyparis (stv. Centermanager) und Thomas Seikmann (Geschäftsführer „Parndorf Fashion Outlet“).
BVZ

Fast Food gilt allgemein als eher ungesund und noch dazu umweltschädlich. Im neu eröffneten Imbiss-Restaurant „Chili Eats Honey“ im „Parndorf Fashion Outlet“ soll das ganz anders sein.

Der Geschäftsführer des Centers und Hobbykoch Thomas Seikmann will mit seinem innovativen Gastro-Konzept ein Gegenangebot zu McDonald’s und Co. bieten. Gegenüber der BVZ erklärt Seikmann seine Motivation für den Quereinstieg in die Gastronomie: „Als Vater von vier Kindern bin ich laufend Kunde der heimischen Fast-Food-Ketten. Mit ‚Chili Eats Honey’ wollte ich eine völlig neue Art des Fast Foods entwickeln, das Rücksicht auf die Umwelt und die Gesundheit nimmt.“

„Als Vater von vier Kindern bin ich laufend Kunde der heimischen Fast-Food-Ketten. Mit ‚Chili Eats Honey’ wollte ich eine völlig neue Art des Fast Foods entwickeln"

Das Herzstück der Speisekarte von „Chili Eats Honey“ sind Meatballs, die aus Rindfleisch von der Golser Fleischhauerei Meiringer hergestellt werden. Auch Bällchen aus Hühnerfleisch, Jackfruit und „Beyond Meat“-Fleischersatz sind im Angebot. Dazu gibt es frisch gebackenes Brot, Erdäpfel-Wedges, Nachos und zehn Soßen zur Auswahl.

„Wir machen Fast Food, das gesund ist. Die Meatballs kommen fettfrei aus dem Pizzaofen. Bei uns gibt es kein Frittierfett und keine Zusatzstoffe“, erläutert Thomas Seikmann.

Dem Neo-Gastronomen ist der Umweltschutz ein großes persönliches Anliegen, weshalb er in seinem Restaurant auf Nachhaltigkeit setzen will: Plastikgeschirr und -besteck sucht man bei „Chili Eats Honey“ vergebens: Diese bestehen aus Holz, die Becher sind aus Pappe und Deckel werden aus pflanzlichem Plastikersatz gefertigt.

Regenwald-Kauf bei jeder Bestellung

Und auch für die Rettung der grünen Lunge der Erde setzt das Unternehmen ein Zeichen: Für jede Bestellung wird ein Quadratmeter Regenwald gekauft, was laut Thomas Seikmann derzeit circa fünf Cent kostet. Sein großes Ziel ist es, auf diese Weise pro Jahr eine Million Quadratmeter Regenwald zu schützen. Gelingen soll das mit einer zunächst österreich- und in der Folge europaweiten Expansion von „Chili Eats Honey“. Geplant sind bis zu zehn Restaurants in Österreich, die ab 2020 nach und nach eröffnet werden sollen.